Obama leitet „Prayer Breakfast“ mit Religionsvertretern


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Vor mehr als 3.000 Teilnehmern aus vielen Ländern, darunter der Dalai Lama und der Kiewer orthodoxe Patriarch Filaret Denisenko, hat Präsident Barack Obama am Donnerstag (Ortszeit) in Washington das traditionelle jährliche „Prayer Breakfast“ geleitet. In seiner 25-minütigen Rede bei dem Großevent jährlich am ersten Donnerstag im Februar ging er hart mit den Vertretern des sogenannten „Islamischen Staats“ ins Gericht, die kürzlich einen jordanischen Piloten bei lebendigem Leib verbrannt hatten.


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Die Islamisten würden „einen brutalen, bösartigen Todeskult, der im Namen von Religion barbarische Akte verübt“, vertreten. Der Glaube werde „verdreht und verstellt“, um als Waffe gebraucht zu werden. „Von einer Schule in Pakistan bis in die Straßen von Paris haben wir Gewalt von denen gesehen, die behaupten, im Namen von Religion für ihren Glauben einzutreten.“ Tatsächlich hätten sie diese nur als Rechtfertigung für Barbarei missbraucht.

Der Beifall für den Präsidenten fiel verhaltener aus, als Obama erklärte, dieser Missbrauch von Religion sei nicht auf den Islam beschränkt. „Erinnern wir uns, dass während der Kreuzzüge und Inquisition Menschen fürchterliche Taten im Namen Christi begangen haben.“ In den USA seien Sklaverei und Diskriminierung oft genug unter Berufung auf die Bibel gerechtfertigt worden. „Es gibt eine Neigung in uns, die unseren Glauben pervertieren und verstellen kann.“

Auch geographisch sei der Missbrauch von Religion nicht begrenzt. Er reiche von fürchterlichen Verbrechen in Afrika bis zu Antisemitismus in Europa. In Zeiten der sozialen Medien sei es sehr viel schwieriger geworden, gegen die globale Verbreitung von Hass vorzugehen. „Aber als Gläubige ist es uns geboten, diejenigen zurückzudrängen, die versuchen, Religion für nihilistische Zwecke zu missbrauchen. Kein Gott erlaubt Terror, kein Missstand rechtfertigt es, unschuldige Leben zu nehmen“.

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1 Comment

  1. so sind die „grossen Politiker“ viel mehr als lange Reden halten können sie nicht…………….sie können nichts dafür,sie sind so………….

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