Beck wirft Gericht Ignoranz gegenüber Antisemitismus vor

Bild: brightsblog
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Als «ein Fehlurteil, soweit es die Motive der Täter betrifft», hat der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, eine Entscheidung des Amtsgerichts Wuppertal vom Donnerstag gewertet.


kath.net

Als «ein Fehlurteil, soweit es die Motive der Täter betrifft», hat der innenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, eine Entscheidung des Amtsgerichts Wuppertal vom Donnerstag gewertet. Das Gericht hatte im Blick auf einen Brandanschlag dreier Palästinenser auf eine Synagoge, die «Aufmerksamkeit für den Gaza-Konflikt» erreichen wollten, antisemitische Motive verneint, kath.net hat berichtet. Beck sprach in einer am Samstag in Berlin verbreiteten Stellungnahme von einer «Ignoranz der Justiz gegenüber dem Antisemitismus». Er habe daher die Staatsanwaltschaft aufgefordert, die Einlegung von Rechtsmitteln zu prüfen.

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Zum Thema:

“Zionistisches” Urteil in Essen, ein rechtsstaatliches dagegen in Wuppertal

Neue Show: Carolin Kebekus und der WDR versuchen es noch einmal

Bild:kebekus.youtube
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Klappt diese Liaison im zweiten Anlauf? Carolin Kebekus (34) und der WDR planen „PussyTerror TV“. Vor zwei Jahren wurde der erste Versuch einer eigenen Show für die Comedy-Queen gehörig vor die Wand gefahren.


Berliner Kurier

Los geht’s am 21. März: Jeden Samstag soll die 34-Jährige ab 21.45 Uhr eine Stunde rumpöbeln dürfen – ihre Show wird ein Mix aus Parodien, Einspielern sowie Gesangs- und Tanzeinlagen.

WDR will Kebekus diesmal nicht bremsen

Wird es eine bunte Revue wie bei Helene Fischer im ZDF? Gegenüber dem Branchendienst „dwdl.de“ gab Kebekus Entwarnung: „Bunte Revue klingt jetzt tatsächlich eher nach Kaffeeklatsch. Aber keine Angst, die Show heißt ‚PussyTerror TV‘, ich bleibe meiner Haltung da treu, auch wenn mal gesungen wird! Aber ähnliche Quoten wie Helene würde ich nehmen, vielleicht moderiere ich jetzt nur noch im Glitzerpresswurstfummel.“

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Nach Hinrichtung eines Unschuldigen: China verhängt in Mordfall erneut Todesstrafe

Hinrichtung durch Erschießen, China. Bild FOCUS ONLINE
Hinrichtung durch Erschießen, China. Bild FOCUS ONLINE
Ein Gericht in China hat einen 42-Jährigen zum Tod verurteilt, weil er 1996 eine Textilarbeiterin vergewaltigt und getötet haben soll. Für dasselbe Verbrechen war bereits ein vermeintlicher Täter hingerichtet worden – zu Unrecht.


SpON

Fast zwei Jahrzehnte nach der Hinrichtung eines Unschuldigen ist in China der eigentliche Täter zum Tode verurteilt wurde. Ein Gericht in Hohhot in der Inneren Mongolei sprach den 42-jährigen Zhao Zhihong wegen der Vergewaltigung und Erdrosselung einer jungen Frau im Jahr 1996 schuldig. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Kurz nach der Ermordung der Arbeiterin in der Toilette einer Textilfabrik war der 18-jährige Hugjiltu festgenommen worden. Nach einem 48-stündigen Verhör räumte er die Tat ein, knapp zwei Monate später wurde er hingerichtet. Hugjiltus Eltern protestierten von Beginn an gegen die Verurteilung und Hinrichtung ihres Sohnes.

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Dalai Lama: «Kinder sollen Ethik lernen, nicht Religion»

Dalai Lama in Hamburg, 1998. Foto: Jens Nagels

Der Dalai Lama weilt zum zweiten Mal in Basel. Dutzende Anhänger, aber auch Kritiker, haben sich versammelt.


20min online.ch

Der Dalai Lama hat am Samstag in Basel eine Medienkonferenz abgehalten. Kriege im Namen der Religion seien schwer zu ertragen, sagte er. Jungen Menschen fehle heute teilweise das Mitgefühl – und Kinder sollten früh Moral und Ethik statt Religionen lernen.
Das geistliche Oberhaupt der Tibeter weilt zum zweiten Mal in Basel. Für die buddhistischen Rituale in der St. Jakobshalle vom Wochenende hatten sich rund 7600 Personen angemeldet. Vor seinem Hotel an der Schifflände versammelten sich am Samstag wie bereits am Vorabend bei seiner Ankunft einige Dutzend Anhänger mit Fahnen und Trommeln.

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Die Verösterreicherung des Islam

Koran

Ednan Aslan, islamischer Religionsprofessor aus Wien, war unlängst in Mattersburg, der burgenländischen Stadt mit der größten muslimischen Gemeinde. Eindringlich plädierte er dort dafür, den Islam als etwas Heimisches endlich auch in die Pflicht zu nehmen


Von Wolfgang Weisgram|derStandard.at

Während allerorts und allenthalben die Islamisierung des Abendlandes herbeigefürchtet wird, hat man sich in Mattersburg unlängst übers Gegenteil unterhalten: die längst überfällige Abendlandisierung des Islam.

Der umtriebige – sozusagen ganz Mattersburg bespielende – Stadtpfarrer Günther Kroiss hatte dazu Ednan Aslan eingeladen, den einschlägig predigenden Wiener Professor für islamische Religionspädagogik. Unter dem Titel „Den Islam europäisch prägen“ diskutierte der Mitgestalter des neuen Islamgesetzes mit dem Eisenstädter Religionspädagogen Harald Mandl.
Hundert Gäste, aber keine Muslime

Mehr als hundert Interessierte waren gekommen, um mitzudiskutieren oder jedenfalls zu lauschen. Niemand freilich, wie Bürgermeisterin Ingrid Salamon ein wenig konsterniert konstatierte, niemand aus der hauptsächlich türkischstämmigen islamischen Gemeinde.

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Hochqualifizierte Einwanderer: „Sie können als Putzfrau arbeiten, Ärztin geht nicht“

Ärztin oder Putzfrau? © Todd Baker << technowannabe auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Während die Politik händeringend nach Lösungen für den Fachkräftemangel sucht, bleiben Potenziale von Einwanderern ungenutzt. Nicht selten aus rassistischen Gründen. Das belegt eine aktuelle Studie der Universität Duisburg-Essen.


MiGAZIN

Das Potenzial von hochqualifizierten Zuwanderern wird einer Studie zufolge zu wenig genutzt. Häufig arbeiten eingewanderte Akademiker in Jobs, die nicht ihren Qualifikationen entsprechen, wie aus einer am Freitag veröffentlichten Untersuchung der Universität Duisburg-Essen hervorgeht. Dafür wertete die Duisburger Soziologieprofessorin Anja Weiß gemeinsam mit kanadischen Wissenschaftlern Interviews mit über 200 gut ausgebildeten Einwanderern in Deutschland, Kanada und der Türkei aus.

Die Interviews zeigen den Angaben zufolge, dass eingewanderte Akademiker meist rechtlich nicht als Hochqualifizierte, sondern als Flüchtlinge, Ehepartner oder Studenten behandelt werden. Ausländerrechtliche Ausnahmeregelungen für Hochqualifizierte würden in der Praxis oft nicht umgesetzt.

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Autor Breinersdorfer: Kirchen sollen geschickt bei den Fernsehsender missionieren

Fred Breinersdorfer. Bild. tvtoday
Ungewöhnlicher Aufruf bei der Berlinale: Die Kirchen sollten die Redaktionen der Fernsehsender „geschickt missionieren“, empfahl der Drehbuchautor Fred Breinersdorfer.


evangelisch.de

Drehbuchautor Fred Breinersdorfer hat die Kirchen zu einer stärkeren Zusammenarbeit mit Filmschaffenden aufgefordert. Die Kirchen sollten ihren Wertekanon auch im Film zum ständigen Thema machen, sagte er bei einem ökumenischen Empfang zur Berlinale am Sonntag in Berlin. Filme könnten Werte „in die Herzen der Menschen pflanzen“, um Terrorismus, Faschismus, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit zu bekämpfen. Der evangelische Landesbischof Ralf Meister aus Hannover sagte, wie biblische Geschichten würden Kinofilme unterhalten, trösten, ermahnen und hoffen lassen. Nach Worten des katholischen Medienbischofs Gebhard Fürst bietet Kino ein „vertieftes Sich-Einlassen auf die Wirklichkeit, auf Menschen und ihre Geschichten, ihre Sehnsüchte und Ängste“.

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Der ‚Amokkauf‘ der Maria Divine Mercy

Image: theruler.wordpress.com

Ertappt:

Nachdem eine Zeitung ihre Identität aufgedeckt hatte, versuchte die selbsternannte „Prophetin“ der „Warnung“, Mary McGovern-Carberry, alle Exemplare des Blattes aufzukaufen. Peinlich, dass sie dabei gefilmt wurde…


Von Michael Hesemann|kath.net

Der Schwindel um die „Warnung“ und die falsche „Prophetin“ Maria Divine Mercy liegt offenbar in den letzten Zügen. Wurden bislang regelmäßig und zumindest im 2-Tag-Rhythmus neue „Offenbarungen“ der Gottesmutter, des Herrn, der gewöhnlich mit „Euer Jesus“ zeichnete, und sogar Gottvaters höchstpersönlich auf der website des global operierenden Unternehmens „Das Buch der Wahrheit“ veröffentlicht, ist diese Quelle seit dem 25. Januar versiegt. Seit exakt 14 Tagen hat der „Himmel“ geschwiegen. Ein so langes Intervall hat es seit der ersten „Botschaft“ der „Seherin“ im November 2010 nicht mehr gegeben.

Insider kennen freilich den Grund. Denn am Montag, dem 26. Januar war es, als die irische PR-Lady Mary McGovern-Carberry von Michael O’Farrell, einem Reporter der irischen Sonntagszeitung „Irish Mail on Sunday“, vor ihrer Villa im Dubliner Küstenvorort Malahide gestellt wurde. O’Farrell hatte sie mit den Ergebnissen seiner Recherchen konfrontiert, die nicht nur ein breit gestreutes Firmennetz rund um ihre Botschaften aufzeigten, sondern auch keinen Zweifel daran ließen, dass sie selbst die selbsternannte „letzte Prophetin Gottes“, der „Engel der Apokalypse“, war. Fotos, die im Internet kursierten, hatten dabei gezeigt, dass sie nach wie vor ein ziemlich weltliches Society-Leben führte und offenbar wenig von ihren eigenen „Offenbarungen“ hielt – sie trug nicht einmal die von ihr als heilsnotwendig beworbene „Medaille der Erlösung“.

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Weniger Rüstungsexporte unter Gabriel

sigmar_gabriel

Unter Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) haben die Genehmigungen für Rüstungsexporte nach einem Zeitungsbericht deutlich abgenommen.


evangelisch.de

Im vergangenen Jahr seien sogenannte Einzelausfuhrgenehmigungen im Wert von 3,97 Milliarden Euro erteilt worden – nach 5,85 Milliarden im Jahr 2013, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Montag). Seit 2008 hätten die Werte stets zwischen 4,7 und 5,9 Milliarden gelegen. Die Zeitung beruft sich auf Antworten des für Rüstungsexporte zuständigen Wirtschaftsministeriums auf Fragen der Linksfraktion.

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Indiens Christen sehen sich in wachsender Gefahr

Nadrendra Modi.
Nadrenda Modi.
Seite der Wahl Narendra Modis zu Indiens Premier sehen sich radikale Hindus in ihren Ansichten bestärkt


Von Christine Möllhoff|derStandard.at

Es war sicherlich kein Zufall, dass Barack Obama zum Abschluss seines Besuches in Delhi vergangene Woche Indiens religiöse Toleranz beschwor. Das Land werde nur Erfolg haben, „solang es nicht durch religiöse Glaubenskämpfe gespalten ist“, mahnte der US-Präsident. Zwar wies ein Sprecher später zurück, dass die Worte auf die hindunationalistische Regierung von Narendra Modi gemünzt gewesen seien. Doch die Sorge um die Glaubensfreiheit scheint nicht unbegründet.

In der Hauptstadt Delhi nahm die Polizei jüngst zahlreiche Christen vorübergehend fest, die gegen eine Serie von Attacken auf Kirchen protestierten. Rund 350 Demonstranten hatten sich vor der katholischen Sacred-Heart-Kathedrale im Zentrum versammelt. „Genug ist genug. Was tut die Polizei?“ und „Hört auf, uns zu attackieren“ stand auf Plakaten. Als die Menge dann zur Residenz von Innenminister Rajnath Singh marschieren wollte, kam es zu den Festnahmen.

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London: Muslime protestieren gegen „Charlie“-Karikaturen

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In London haben tausende Muslime gegen die Mohammed-Karikaturen der französischen Zeitung „Charlie Hebdo“ demonstriert. Premierminister Cameron übergaben sie eine Petition.


Frankfurter Allgemeine

Mehrere tausend britische Muslime haben am Sonntag in London gegen die Mohammed-Karikaturen der französischen Zeitung „Charlie Hebdo“ protestiert. In den Händen hielten sie Schilder mit Aufschriften wie „Wir lieben den Propheten Mohammed mehr als unser Leben“ und „Beleidigen ist nicht Freiheit“. Viele Demonstranten beteten gemeinsam und zogen dann zum Amtssitz von Premierminister David Cameron.

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„Wieso hat der Islam keinen Humor?“

Der ungarische Pianist András Schiff (picture-alliance/dpa/Martin Schutt)
Der ungarische Pianist András Schiff ist schon sein ganzes Leben lang Antisemitismus ausgesetzt – gerade in seiner Heimat sei das heutzutage geradezu salonfähig, sagte er im DLF. Er findet, in Europa begegne man dem Islamismus gleichzeitig häufig zu unkritisch: „Diese Gutmenschen, die Fundamentalisten verstehen wollen, machen mich verrückt.“


Von Jochanan Shelliem|Deutschlandfunk

An den Taten der Attentäter von Paris beispielsweise gebe es nichts zu verstehen. Es sei absolut inakzeptabel, dass Islamisten versuchten, in Europa mit solchen Taten die Todesstrafe einzuführen, so Schiff.

Er verstehe die heftigen Reaktionen in der islamischen Welt auf Mohammed-Karikaturen im Allgemeinen nicht: „Was ist das Problem mit dieser Religion? Wieso hat der Islam kein Humor?“ fragt Schiff. „Ist eine Religion so schwach, dass sie einen Witz nicht ertragen kann?“

Neben den Themen Islam und Fundmentalismus hält er auch den Antisemitismus für ein in Europa sehr relevantes Thema. Schiff hat in verschiedenen Ländern gelebt, in vielen davon sei Antisemitismus ein großes Problem. So habe er Österreich verlassen müssen, als Jörg Haider dort politisch aktiv war.

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Bremen: Gemeinde stellt sich hinter Latzel

Die Bremer St. Martini-Gemeinde steht hinter Olaf Latzel Foto: Jürgen Howaldt / Wikipedia | CC BY-SA 2.0
Im Streit um die Predigt des Bremer Pastors Olaf Latzel hat sich seine Gemeinde nun hinter ihn gestellt. Die Medien hätten seine Worte verkürzt dargestellt, kritisierte der Vorstand am Sonntag in einer Stellungnahme.


pro Medienmagazin

Die Predigt, die Latzel vor zwei Wochen gehalten hat, richte sich nicht gegen andere Religionen, teilte die St Martini-Gemeinde in Bremen am Sonntag mit. Die Kirche wende sich „gegen jede Form der Verfolgung oder Einschränkung des Glaubens, gleich welcher Religion“. Latzel halte seine Predigten überwiegend frei. Es sei nicht seine Absicht gewesen, andere Glaubensrichtungen zu verunglimpfen. „Sollten einige seiner Formulierungen die religiösen Gefühle anderer verletzt haben, so tut uns dieses leid und wir bitten auch im Namen von Pastor Latzel hierfür um Entschuldigung“, erklärte die Gemeinde.

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Omri Boehm: „Zionismus nicht vereinbar mit humanistischen Werten“

Haifa in Israel ist der Geburtsort von Omri Boehm. (picture-alliance / dpa / Andreas Keuchel)
Zwischen einem jüdischen und einem demokratischen Staat besteht ein Widerspruch – diese Ansicht vertritt der israelische Philosoph Omri Boehm. Denn um jüdisch zu sein, müsse man „jüdisches Blut“ haben – und ein Staat könne keine liberale Demokratie sein, wenn er sich zugleich erlaubt, ethnisch nicht neutral zu sein, sagte er im DLF.


Der Philosoph Omri Boehm im Gespräch mit Natascha Freundel|Deutschlandfunk

Natascha Freundel: Am Mikrofon begrüßt Sie Natascha Freundel. Mir gegenüber im Studio sitzt der israelische Philosoph Omri Boehm, der als Professor in New York an der Universität für Sozialforschung, an der New School, unter anderem Kant, Descartes und Spinoza unterrichtet. Herzlich willkommen, Herr Boehm!

Omri Boehm: Hallo!

Freundel: Omri Boehm wurde 1979 in Haifa geboren und ist in der kleinen Ortschaft Gilon im Norden Israels aufgewachsen. Er ist ein israelischer Jude und deutscher Staatsangehöriger, mit einer – ich zitiere ihn – „bildungsdeutschen jüdischen Großmutter und einem traditionsverhafteten iranischen jüdischen Großvater“. Omri Boehm hat in Tel Aviv studiert und in Yale promoviert, über „Kants Kritik an Spinoza“. Er hat in Heidelberg und München gelebt und geforscht und er schreibt meinungsstarke Artikel, etwa in der israelischen Zeitung Haaretz oder hierzulande in der ZEIT, in denen er das politische Denken und Handeln Israels sehr heftig kritisiert. Und wir wollen mit Omri Boehm über sein Heimatland reden und über die deutsch-israelischen Beziehungen, die – auf diplomatischer Ebene – seit 50 Jahren bestehen. Zunächst aber möchte ich Sie fragen, Herr Boehm, welche familiären Beziehungen Sie zu Deutschland haben? Sie sprechen von Ihrer „bildungsdeutschen“ Großmutter – woher stammte sie?

Boehm: Meine Großmutter stammte aus Breslau. Sie hat Breslau ’39 verlassen, als sie 16 war oder so. Als ein Kind habe ich mit ihr natürlich kein Deutsch gesprochen. Und auch sehr wenig über Deutschland. Aber dann irgendwann als ich nach Berlin zum ersten Mal gekommen bin, das war 2001, habe ich irgendwann verstanden, ach, Berlin ist sehr interessant, wir müssen meine Großmutter doch auch wieder nach Berlin bringen. Dann hat mein Vater sie nach Berlin gebracht, und zusammen waren wir hier für eine Woche. Das war sehr interessant und so haben wir angefangen, mehr über Deutschland und so zu sprechen.

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Zentralrat der Muslime fordert geregelte Imam-Ausbildung

Gebet-islam

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) fordert eine geregelte Imam-Ausbildung in Deutschland. Die Ausbildung müsse auf der Grundlage der deutschen Verfassung und des muslimischen Glaubens stattfinden, sagte Samir Bouaissa, Vorsitzender des NRW-Landesverbandes des ZMD, dem „Sonntag-Express“.


evangelisch.de

„Wir würden uns sehr freuen, wenn NRW hierbei eine Vorreiterrolle übernehmen würde“, sagte Bouaissa. Zuvor müssten aber noch „einige Hürden“, wie etwa die Anerkennung des Islam als Religionsgemeinschaft, genommen werden. Die umstrittenen, frauenfeindlichen Aussagen des aus Ägypten kommenden Imams Al-Eila in Berlin nannte Bouaissa „indiskutabel und unerträglich“.

Der nordrhein-westfälische Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) setzt sich für die schnelle Regelung der Imam-Ausbildung ein. „Die gesetzlichen Grundlagen zur Anerkennung von Religionsgemeinschaften als Körperschaften des öffentlichen Rechts hat die Landesregierung bereits im Herbst 2014 gelegt“, sagte Schneider der Zeitung.

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Beichte: Das ungeliebte Sakrament

geschlossener Beichtstuhl in der Mannheimer Jesuitenkirche. Bild: wikimedia.org/PD
Für Katholiken ist die Beichte eines der sieben Sakramente. Doch immer mehr Gläubige in Deutschland finden diese Praxis nicht mehr zeitgemäß. In Polen dagegen beichtet noch jeder Fünfte regelmäßig.


Von Marta Kupiec|Deutschlandradio Kultur

Vitus Seibel ist Jesuit. Zu Beginn seiner priesterlichen Laufbahn verbrachte er zwei Stunden täglich im Beichtstuhl der St. Michael-Kirche in München. Heute findet die Beichte einmal die Woche statt, Beichtstühle werden in manchen Kirchen als Abstellkammer zweckentfremdet, die Zahl der Beichtwilligen sinkt – sagt der 70-Jährige.

„Das hängt sicherlich mit der allgemeinen Säkularisierung zusammen und damit, dass ein Sünden-Bewusstsein sich geändert hat und vieles nicht mehr als Sünde angesehen wird, oder dass es viele Möglichkeiten der Sündenvergebung gibt, indem ich etwas bereue in der Heiligen Messe. Aber der allgemeine Trend ist: es geht ganz gut auch ohne die Beichte.“

Und damit meint der Jesuit in erster Linie das allgemeine Schuldbekenntnis zu Beginn der Messliturgie – für viele ein angst- und scheufreier Ersatz für das persönliche Gespräch mit einem Priester, der stellvertretend für Gott die Sünden vergeben kann. Der Berliner Franziskaner, Clemens Wagner, sieht noch eine weitere Tendenz.

„Ich erlebe, dass mir viele sagen: ‚Das mache ich mit meinem Gott aus.‘ Ich antworte dann immer: ‚Wenn Ihnen Gott antwortet, dann haben Sie Glück, weil er mir so bis jetzt so noch nicht geantwortet, wie wenn ich im Beichtgespräch bin.'“

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Creationists: To dismiss unicorns found in the Bible as mythical animals ‘is to demean God’s Word’

Unicorns running in an enchanted forest (Shutterstock)
In an article posted at Answers in Genesis – a creationist apologetics website dedicated to substantiating the infallible truths found in the Bible — an author cautions that dismissing the one-horned horse known as the unicorn as a mythical beast “is to demean God’s Word.”


By Tom Boggioni|Raw Story

Dr. Elizabeth Mitchell, citing several references in the Bible to the fantastical animal that is a favorite of children and fantasy fans, warns that the unicorn did indeed exist writing, “The Bible is clearly describing a real animal.”

According to Mitchell, there are multiple references to the unicorn in the Bible, including Job 39:9 (“Will the unicorn be willing to serve thee, or abide by thy crib?”) and Isaiah 34:7  (“And the unicorns shall come down with them, and the bullocks with the bulls; and their land shall be soaked with blood, and their dust made fat with fatness“).

Mitchell notes that  “modern readers”  have difficulties believing the Bible’s unicorns because  they “forget that a single-horned feature is not uncommon on God’s menu for animal design. (Consider the rhinoceros and narwhal)”.

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Esoterik und Aberglaube: Argumente gegen „Bullshit“

Bild: brightsblog
Bild: brightsblog
Die Skeptiker Rhein-Main wollen Anhänger von Esoterik und Verschwörungstheorien von der Realität überzeugen. Doch manchmal hilft nur Kopfschütteln.


Von Leonie Feuerbach|Frankfurter Allgemeine

Himalaya-Salz hat eine ganz andere Energie als gewöhnliches Salz. Im Zeichen des Steinbocks Geborene sind ernsthafte Menschen, jene mit Sternzeichen Löwe lebensbejahende. Wer erste Zeichen einer Erkältung spürt, sollte das homöopathische Mittel Umckaloabo nehmen. Was diesen Aussagen gemein ist? Sie sind wissenschaftlich nicht haltbar. Und sie treiben Holm Gero Hümmler auf die Palme. Hümmler ist promovierter Physiker und Mitglied der Skeptiker Rhein-Main. Er will esoterische Mittelchen und Verschwörungstheorien mit den Methoden der Wissenschaft entlarven.

An einem Abend im Januar steht Hümmler auf der Bühne des Club Voltaire in der Innenstadt. Die Zuhörer drängeln sich von der Bühne im hinteren Teil des Kellergewölbes bis vorne an die Bar. Quantenmechanik und Relativitätstheorie, sagt Hümmler zum Publikum, würden oft bemüht, um abstruse Konzepte vermeintlich wissenschaftlich zu belegen. Hinter alldem steckt laut Hümmler das gleiche Schema. Die Autoren nehmen wissenschaftliche Begriffe und verwenden sie in ihrer Alltagsbedeutung. So werde etwa aus Masse Energie und daraus die Energie der Gedanken. „Das ist aus Sicht der Relativitätstheorie totaler Bullshit.“ In der Quantenphysik geht es um kleinste Teilchen, die sich auf eine Art und Weise verhalten, die nur schwer vorstellbar ist, wie er erklärt.

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Atheist Billboard in Australia Reads: “Have You Escaped Religion? We Have!”

Image: Friendly Atheist
They know how to ruffle some feathers Down Under.
A new billboard in Sydney (Australia) put up by the Sydney Atheists and the Atheist Foundation of Australia holds little back in its portrayal of religion as something you may need to “escape” from:


By Hemant Mehta|Friendly Atheist

Most of the members of Sydney Atheists once belonged to a religion. With the benefit of a comprehensive and usually critical education, particularly in the areas of science, history, geography, philosophy and religion we have discovered the fallacies of religions. It is a great challenge for many to escape the religious indoctrination that most of us have suffered, usually from birth.

Sydney Atheists invite those who are trapped by religious belief to escape the bounds and strictures of their religions to gain freedom of thought, deed and a better life, governed by morals that are determined through rational, humane and sceptical thinking and the just laws of the land.

Sydney Atheists President Steve Marton tells me the reaction to the billboard has been overwhelmingly positive, especially on Facebook. Keep in mind, though, that the billboard just went up yesterday, so it’s too soon to tell if there will be any backlash.