Indiens Christen sehen sich in wachsender Gefahr


Nadrendra Modi.
Nadrenda Modi.
Seite der Wahl Narendra Modis zu Indiens Premier sehen sich radikale Hindus in ihren Ansichten bestärkt


Von Christine Möllhoff|derStandard.at

Es war sicherlich kein Zufall, dass Barack Obama zum Abschluss seines Besuches in Delhi vergangene Woche Indiens religiöse Toleranz beschwor. Das Land werde nur Erfolg haben, „solang es nicht durch religiöse Glaubenskämpfe gespalten ist“, mahnte der US-Präsident. Zwar wies ein Sprecher später zurück, dass die Worte auf die hindunationalistische Regierung von Narendra Modi gemünzt gewesen seien. Doch die Sorge um die Glaubensfreiheit scheint nicht unbegründet.

In der Hauptstadt Delhi nahm die Polizei jüngst zahlreiche Christen vorübergehend fest, die gegen eine Serie von Attacken auf Kirchen protestierten. Rund 350 Demonstranten hatten sich vor der katholischen Sacred-Heart-Kathedrale im Zentrum versammelt. „Genug ist genug. Was tut die Polizei?“ und „Hört auf, uns zu attackieren“ stand auf Plakaten. Als die Menge dann zur Residenz von Innenminister Rajnath Singh marschieren wollte, kam es zu den Festnahmen.

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