Nach Hinrichtung eines Unschuldigen: China verhängt in Mordfall erneut Todesstrafe


Hinrichtung durch Erschießen, China. Bild FOCUS ONLINE
Hinrichtung durch Erschießen, China. Bild FOCUS ONLINE
Ein Gericht in China hat einen 42-Jährigen zum Tod verurteilt, weil er 1996 eine Textilarbeiterin vergewaltigt und getötet haben soll. Für dasselbe Verbrechen war bereits ein vermeintlicher Täter hingerichtet worden – zu Unrecht.


SpON

Fast zwei Jahrzehnte nach der Hinrichtung eines Unschuldigen ist in China der eigentliche Täter zum Tode verurteilt wurde. Ein Gericht in Hohhot in der Inneren Mongolei sprach den 42-jährigen Zhao Zhihong wegen der Vergewaltigung und Erdrosselung einer jungen Frau im Jahr 1996 schuldig. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Kurz nach der Ermordung der Arbeiterin in der Toilette einer Textilfabrik war der 18-jährige Hugjiltu festgenommen worden. Nach einem 48-stündigen Verhör räumte er die Tat ein, knapp zwei Monate später wurde er hingerichtet. Hugjiltus Eltern protestierten von Beginn an gegen die Verurteilung und Hinrichtung ihres Sohnes.

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