„Wieso hat der Islam keinen Humor?“


Der ungarische Pianist András Schiff (picture-alliance/dpa/Martin Schutt)
Der ungarische Pianist András Schiff ist schon sein ganzes Leben lang Antisemitismus ausgesetzt – gerade in seiner Heimat sei das heutzutage geradezu salonfähig, sagte er im DLF. Er findet, in Europa begegne man dem Islamismus gleichzeitig häufig zu unkritisch: „Diese Gutmenschen, die Fundamentalisten verstehen wollen, machen mich verrückt.“


Von Jochanan Shelliem|Deutschlandfunk

An den Taten der Attentäter von Paris beispielsweise gebe es nichts zu verstehen. Es sei absolut inakzeptabel, dass Islamisten versuchten, in Europa mit solchen Taten die Todesstrafe einzuführen, so Schiff.

Er verstehe die heftigen Reaktionen in der islamischen Welt auf Mohammed-Karikaturen im Allgemeinen nicht: „Was ist das Problem mit dieser Religion? Wieso hat der Islam kein Humor?“ fragt Schiff. „Ist eine Religion so schwach, dass sie einen Witz nicht ertragen kann?“

Neben den Themen Islam und Fundmentalismus hält er auch den Antisemitismus für ein in Europa sehr relevantes Thema. Schiff hat in verschiedenen Ländern gelebt, in vielen davon sei Antisemitismus ein großes Problem. So habe er Österreich verlassen müssen, als Jörg Haider dort politisch aktiv war.

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