Eine offene Gesellschaft ist wehrlos gegen Radikalismus


Religion verschwindet nicht aus der modernen WeltFindet die freie Meinung des einen ihre Grenzen an den religiösen Gefühlen des anderen? Der Disput um diese Frage wurde auch mit Gewalt ausgetragen. Aber friedlich zu beantworten ist sie fast nicht, meint der Autor Christian Schüle.


Von Christian Schüle|Deutschlandradio Kultur

Dieser Konflikt ist kaum lösbar: Religiöse Normen ringen mit demokratischen Werten. Religiöse Normen sind immer absolute Normen, demokratische Werte immer relative Werte. Der Konflikt zwischen den Kulturen ist ein Konflikt zwischen absoluten Normen und relativen Wertvorstellungen, der den Dialog, die Versöhnung und das Zusammenleben zwischen dem islamischen und dem westlichen Kulturkreis in hohem Maße erschwert.

Der Konflikt ist deshalb kaum lösbar, weil es einer um das „Heilige“ ist. Religiöse Gesellschaften haben eine klare Vorstellung von einem unverfügbar „Letzten“. Sie leiten ihr Selbstverständnis aus dem Glauben an das und Gehorsam gegenüber dem Heiligen ab.

Die säkularisierten westlichen Gesellschaften hingegen haben keine Vorstellung mehr vom Heiligen. Ihr höchster, aus jahrhundertelangen Kämpfen gewonnener Wert ist die Unverfügbarkeit des irdischen Individuums. Der Mensch an sich genießt Autonomie und Würde, ohne Ansehen der Person und des Glaubens.

weiterlesen

1 Comment

  1. alle Migranten sollen schriftlich bestätigen,sie nehmen wahr das sie in Deutschland Asyl beantragen und kennen und akzeptieren die Gesetze der
    BRD und bestätigen hiermit sollten sie sich gegen den Staat und deren Bürger kriminell verhalten müssen sie ausreisen!

    Liken

Kommentare sind geschlossen.