Künftig mehr Twitter und Apps im Vatikan


pontifex_twitter
@Pontifex/Twitter, Screenshot: BB
Eigentlich könnte man sich fragen, warum die Medienlandschaft im Vatikan überhaupt reformiert werden soll. Denn: Was könnte für Journalisten und PR-Leute in päpstlichem Sold ein größerer Erfolg sein, als das: Ein Papst, der als Medienstar auch in kirchenfernen Medien gefeiert wird, wie allenfalls sein Vorgänger Johannes Paul II. in den ersten Jahren seiner Amtszeit.


kathweb

Doch dieser Erfolg verdankt sich ganz offensichtlich vor allem dem spontanen Auftreten des Papstes selbst, und nicht einer professionellen Medienstrategie des Vatikan. Daher wird der Kardinalsrat für die Kurienreform, der derzeit im Vatikan tagt, sich in den nächsten Sitzungen auch mit dem Umbau der vatikanischen Medienlandschaft beschäftigen. Hier liegt Einiges im Argen, wie schon ein Blick auf die vatikanische Internetseite vatican.va lehrt: Sie ist mehr Labyrinth als Service. Insgesamt fehle die Koordination, bemängeln Beobachter schon seit längerem, obwohl in den einzelnen Medien und Einrichtungen oft sehr gute Arbeit geleistet werde.

Die grobe Richtung hatte Kurienkardinal George Pell bereits im vergangenen Sommer skizziert, als er die Einrichtung einer Kommission für die Reform der Medienlandschaft bekanntgab: Die digitalen Kanäle des Vatikan müssten gestärkt werden. Es gelte, vor allem mehr junge Katholiken anzusprechen, so der Australier. Die 10 Prozent aller Katholiken weltweit, die vatikanische Medien derzeit erreichten, seien zu wenig. Als gelungene Beispiele der jüngsten Zeit führte Pell die „Pope App“ und den Twitter-Kanal von Papst Franziskus an, dem mittlerweile auf die Marke von 20 Millionen Nutzern zusteuert.

weiterlesen

1 Comment

  1. „Künftig mehr Twitter und Apps im Vatikan“ ?
    Zwitschernde Paradiesvögel und aufgeblasene Affen (Aps) gibt´s da doch jetzt schon mehr als genug. 😉

    Liken

Kommentare sind geschlossen.