Wie Homo sapiens zum Gemüsefan wurde


Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
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Eine kleine Veränderung im Erbgut erlaubte unseren Ahnen, von ganz besonderer Kraftnahrung zu profitieren: Dank zwei mutierter Gene schmeckten Pflanzenknollen nicht mehr bitter.


Von Jan Dönges|Spektrum.de

Dass sich der moderne Mensch von Afrika aus über die ganze Welt ausbreiten konnte, wird meist seinem großen Gehirn zugeschrieben. Aber auch zahlreiche vermeintliche Kleinigkeiten haben das „Gesamtpaket“ Homo so überaus erfolgreich gemacht. Zum Beispiel seine Ernährung. Denn wie Forscher um George Perry von der Pennsylvania State University jetzt berichten, verlor der Mensch im Laufe seiner Entwicklung zwei Geschmacksrezeptoren, die Knollengemüse bitter schmecken lassen.

Diese Bitterrezeptoren hindern unter anderem heutige Schimpansen, aber vermutlich auch Australopithecus, daran, von den nahrhaften Wurzeln zu profitieren. Unsere Vorfahren hingegen konnten die stärkehaltigen Pflanzenknollen mit der Zeit immer besser als Energielieferant ausbeuten.

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