Das Cannabis-Eigenanbau-Verhinderungsgesetz


Bild: wikimedia.org/CC-BY-3.0
In den letzten 15 Jahren gab es bei den Verbesserungen beim Zugang zu Cannabis für medizinische Zwecke eine Konstante. Alle Bundesregierungen haben nur das umgesetzt, was unvermeidbar war.


Von Dr. Franjo Grotenhermen|The Huffington Post

2007 erhielt erstmals eine Patientin eine Ausnahmeerlaubnis zur Verwendung von Cannabis, weil die Bundesregierung durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts dazu gezwungen worden war. 2011 wurde Sativex für die Behandlung der mittelschweren bis schweren Spastik bei Erwachsenen mit multipler Sklerose, die auf andere Medikamente nicht ausreichend ansprechen, zugelassen, weil es schwer vermittelbar gewesen wäre, den Zulassungsantrag abzulehnen.

Auch diesmal plant die Bundesregierung, nur das umzusetzen, was aus ihrer Sicht unvermeidbar ist – und versucht erneut, einen weiteren, von den Patienten hart erkämpften Schritt in die richtige Richtung als einen großen Wurf der Politik zu verkaufen.

Die Angst vor dem Eigenanbau bringt die Bundesregierung in Zugzwang

Die Bundesregierung möchte den Zugang zu Cannabis als Medizin erleichtern, sagt die Bundesregierung. Die genauen Pläne sind bisher nicht bekannt. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) stellte bereits in seinem Interview mit Der Welt klar, dass die Regelung nur für „schwerkranke Menschen, denen nur durch Medizinhanf geholfen werden kann“ gilt.

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