Vom Schwulen-Aktivist zum Pastor


James Franco (l.) und Zachary Quinto als schwules Paar im Film „I am Michael“ Foto: Cara Howe
Michael Glatze gründete sein eigenes Schwulenmagazin und lebte zehn Jahre mit einem Mann zusammen. Dann wurde er Christ und heiratete eine Frau. Die Berlinale hat nun einen Film über seine Lebenswende gezeigt.


Von Anna Lutz|pro Medienmagazin

Über zehn Jahre lang hat Michael Glatze jungen Männern dabei geholfen, als Schwule selbstbewusst ihren Lebensweg zu gehen. Zehn Jahre lang teilte er selbst Wohnung und Bett mit einem Mann. Er war Chefredakteur eines Homosexuellen-Magazins in San Francisco, bevor er seine eigene Redaktion gründete und sich so für die Rechte der LSBT-Gemeinschaft einsetze.

Heute lebt Glatze in Colorado, ist mit einer Frau verheiratet und hat seine eigene Kirchengemeinde gegründet. Seine ehemaligen Mitstreiter werfen ihm vor, er säe Hass gegen Homosexuelle. Schwul zu sein, bezeichnet er heute als „abnormal“, „schädlich“ und „sündhaft“. Der Film „I am Michael“, gedreht vom selbst schwulen Regisseur Justin Kelly, erzählt Glatzes Geschichte.

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