Lombardi: 150 Kardinäle äußern sich ab Donnerstag zu Kurienreform


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Die Kardinäle der Weltkirche werden am Donnerstag und Freitag, beim ersten Teil des Konsistoriums, auch über die Kurienreform sprechen, hat Vatikansprecher Federico Lombardi beim Pressebriefing am Mittwoch angekündigt. 150 Kardinäle aus aller Welt würden beim Konsistorium erwartet. Der Wiener Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn ist am Mittwochnachmittag angereist.


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Laut Lombardi sollen der Koordinator wie auch der Sekretär des K9-Rates, Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga und Erzbischof Marcello Semerano, Referate halten. Zuvor wolle Papst Franziskus die Mitglieder kurz begrüßen, danach werde auch Kardinaldekan Angelo Sodano ein Grußwort sprechen. Im Anschluss an die Referate sei eine Aussprache der Kardinäle über die Kurienreform vorgesehen.

Im weiteren Verlauf des Konsistoriums werde Kardinal Sean O’Malley über die Arbeit der Kinderschutzkommission und Kardinal George Pell über die des Wirtschaftssekretariats informieren. Die nächste Sitzung des K9-Rates solle vom 13. bis 15. April im Vatikan stattfinden, teilte Lombardi mit.

Der K9-Rat habe sich in den vergangenen Tagen erneut mit dem Wirtschaftsrat und dessen Statuten sowie mit der neu gebildeten Kinderschutzkommission befasst. Wie Lombardi betonte, gebe es bislang noch keinen Entwurf für eine neue Kurien-Konstitution. Er wies Spekulationen zurück, es gebe bereits ein in 180 Paragrafen unterteiltes 66-seitiges Dokument.

Der K9-Rat hatte seine achte Konferenzrunde am Montag mit Beratungen zur Zukunft des päpstlichen Kulturrats sowie der vatikanischen Medienarbeit eröffnet. Zu beiden Bereichen wurden den neun Kardinälen, unter ihnen der Münchner Erzbischof Reinhard Marx, Berichte vorgelegt. Außerdem stimmten sich die K9-Mitglieder über den Bericht ab, den sie am Donnerstag dem Konsistorium der Kardinäle zum Stand ihrer Planungen zur Kurienreform vorlegen wollen.

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