Was der Islam wirklich unter „Dschihad“ versteht


Foto: dpa In diesem Video verkündete die Terrormiliz IS Ende Januar die Gründung eines Ablegers in Afghanistan
Das Wort „Dschihad“ hat die Welt verändert: In seinem Namen geschehen immer neue Gräueltaten. Doch was verstehen Koran und islamische Lehrtradition wirklich unter „Heiligem Krieg?“ Eine Einführung.


Von Rüdiger Seesemann|DIE WELT

„Das hat nichts mit dem Islam zu tun“ – dieser Satz ist derzeit als Antwort auf im Namen des Islam verübte Terrorakte so häufig und von so vielen unterschiedlichen Akteuren zu hören wie selten zuvor. Zuletzt nach der auf Video zur Schau gestellten brutalen Verbrennung eines jordanischen Piloten durch den „Islamischen Staat“. Selten gab es nach solchen Gewalttaten mehr Distanzierungserklärungen von Vertretern hiesiger muslimischer Verbände. Zugleich erheben sich nach derartigen Ereignissen immer wieder die anderen Stimmen, die das Gegenteil behaupten: Es sei der im Grunde seines Wesens gewaltaffine Islam, der solche Taten hervorbringe. Aussage, so scheint es, steht gegen Aussage.

Auffällig ist das Schweigen der eigentlichen Experten in dieser Frage: Von Islamwissenschaftlern kam fast keine Stellungnahme. Vielleicht hat es damit zu tun, dass die Islamwissenschaft nach wie vor der Vormoderne weit mehr Aufmerksamkeit schenkt als der Moderne. Vielleicht liegt es auch daran, dass ihr das Verweilen im kühlen Elfenbeinturm angesichts der Hitze der Debatten attraktiver erscheint. Dabei liefern die aktuellen Entwicklungen Anlass genug, dem Verhältnis zwischen Islam und Gewalt auf fundierter wissenschaftlicher Basis nachzugehen.

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1 Comment

  1. alle Religionen sind nur am „scwimmen“ und sich ständig am verändern,
    wie alle Lebewesen,nichts ist ständig!Alle Religionen wollen aber etwas frstes was es gar nicht geben kann,somit zeigen sie sich als etwas falsches aus.Das sich ständig ändernde Leben ist das was Religion gesehen werden sollte!

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