Sind Muslime Schuld am Sterben der britischen Pubs?


Foto: Getty Images Das „Public House“ ist nicht nur eine Eckkneipe, es gehört genauso zur britischen Seele wie Fish and Chips
Jede Woche schließen in Großbritannien mindestens 29 Pubs. Und wer ist schuld? Die Muslime. Weil sie keinen Alkohol trinken. Das sagen jedenfalls Politiker. Wirklich? Eine Studie nennt andere Gründe.


Von Marianne Taylor|DIE WELT

„O ihr, die ihr glaubt! Berauschendes, Glücksspiel, Opfersteine und Lospfeile sind ein Gräuel, das Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid.“ Es ist diese Stelle des Korans, wegen der Muslime in aller Welt dazu angehalten sind, keinen Alkohol zu trinken. Und nun soll der Satz auch Folgen für die britische Gesellschaft haben. Denn der britische Pub stirbt aus. Und schuld sind angeblich: die Muslime.

„Vor 20 oder 30 Jahren lebten in meinem Wahlbezirk vor allem Facharbeiter weißer Hautfarbe. Nun wird er von erst kürzlich angekommenen Somalis oder anderen Leuten bevölkert. Natürlich machen Pubs in solchen Gegenden zu“, erklärte jüngst Stephen Williams, britischer Minister für Kommunen und Gemeinden und liberaldemokratisches Parlamentsmitglied in Bristol, vor dem britischen Unterhaus. Und provozierte damit eine Kontroverse.

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