Spanien: Verjährung stoppt Missbrauchsklagen gegen Geistliche


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Die Justiz hat am Montag im südspanischen Granada die Anklagen gegen neun katholische Priester wegen Kindesmissbrauchs fallen gelassen. Die sexuellen Übergriffe auf einen ehemaligen Messdiener zwischen 2004 und 2007 seien als Straftat verjährt, erklärte das zuständige Gericht. Die Priester gehören dem Romanones-Clan an, einer als sektenähnlich beschriebenen Gruppe von Geistlichen. Ihnen waren sexueller Missbrauch, Exhibitionismus und die Verschleierung von Beweisen zur Last gelegt worden.


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An der Anklage gegen Clan-Führer Roman Martinez wolle das zuständige Gericht aber weiter festhalten, berichteten spanische Medien. Sollte sich der Vorwurf des „andauernden sexuellen Missbrauchs“ bestätigen, drohen dem Geistlichen bis zu zehn Jahre Haft.

Die Affäre war bekanntgeworden, nachdem das heute 25-jährige Missbrauchsopfer in einem Brief an Papst Franziskus die sexuellen Übergriffe geschildert hatte. Im letzten August hatte der Papst daraufhin den jungen Mann persönlich angerufen, um sich im Namen der Kirche zu entschuldigen. Zugleich hatte er kircheninterne Ermittlungen angeordnet.

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1 Comment

  1. „Mächtige“ halten immer zusammen,ganze Völker können da über die Klinge „Springen“………….Geld ist eines der größten Machtfaktoren….

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