Theologe Graf wirbt für differenziertes Islam-Bild


Theologe Friedrich Wilhelm Graf (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)
Nach dem Attentat von Kopenhagen hat der evangelische Theologe Friedrich Wilhelm Graf vor Stimmungsmache gegen den Islam gewarnt.


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„Der Islam ist in sich hochgradig differenziert“, sagte der emeritierte Professor für Systematische Theologie und Ethik am Montag im Deutschlandradio Kultur. Graf forderte, die Vielfalt und die demokratischen Traditionen im Islam sichtbar zu machen. Es gebe auch einen moderaten, an Aufklärung orientierten und demokratiekompatiblen Islam.

Unter anderem verwies er auf die Demokratie mit islamischer Prägung auf den Philippinen. Er fügte hinzu: Genauso wie es Vielfalt in der Gesellschaft gebe, gebe es diese auch in den Religionen: „Begriffe wie das Christentum, das Judentum, der Islam sind im Kern wenig hilfreich.“ Alle drei Religionen seien in sich hochgradig differenziert. „Es gibt nicht das Christentum, es gibt viele Christentümer. Und dasselbe gilt für das Judentum und den Islam“, sagte der Theologe.

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