“Das Studium ist ein riskanter Prozess, aber anschließend ist der Glaube besser verwurzelt”


Islamische Architektur aus Isfahan © seier+seier auf flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Im Jahre 2011 wurde die Gründung von Zentren für Islamische Theologie an vier Hochschulen angestoßen. Das ist nicht nur für Deutschland eine neue Erfahrung, sondern auch für Muslime. Für viele von ihnen prallen Welten aufeinander.


Von Jens Bayer-Gimm|MiGAZIN

Der Terror in Frankreich hat etwas verändert: Vertreter von Muslimen räumen ein, dass der Islam kritisch sein Erbe der Gewalt untersuchen müsse. Das geschieht seit kurzem an deutschen Universitäten: Das Bundesbildungsministerium stieß 2011 die Gründung von vier Zentren für Islamische Theologie an, die an den Universitäten Frankfurt/Gießen, Münster/Osnabrück, Erlangen-Nürnberg und Tübingen angesiedelt sind. Für Studienanfänger können allerdings Welten aufeinanderprallen, wenn der eigene Glaube auf Wissenschaft trifft.

“Die muslimischen Studenten haben den Islam bisher nie als Bestandteil einer Debattenkultur erlebt”, erläutert der Geschäftsführende Direktor des Frankfurter Instituts für Studien der Kultur und Religion des Islam, Bekim Agai. Zwar werde in Hunderten von Moscheegemeinden gelehrt, dass die islamische Tradition keine Anschläge rechtfertige. Aber “problematische Koranstellen und Geschichtsepisoden, in denen zu Gewalt aufgerufen wird, werden in religiösen Gemeinden nicht thematisiert”. Daher falle es Studenten zunächst schwer, gegen eine dschihadistische Position zu argumentieren.

Während Studienanfänger zunächst annähmen, Glaubensinhalte gebe es “an sich”, lernten sie an der Universität, dass der Islam geschichtlich geworden und der historischen Veränderung unterworfen ist, erklärt Agai. Der 1974 geborene Professor hat Islamwissenschaft, Geschichte und Psychologie studiert und in Bochum promoviert. Die Aufgabe der Islamischen Theologie besteht nach seinen Worten darin, die religiöse Tradition in ihren Kontexten auszulegen und Antworten auf neue Fragen zu erarbeiten.

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3 Comments

  1. Ob die das so toll finden, das sie Aramäisch und Althebräisch lernen müssen um den K’rahn historisch-kritisch bearbeiten zu können?

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  2. Am Anfang eines Theologie Studiums wird demjemnigen Logik und Verstand rausoperierte, nur so ist Religion überhaupt versträndlich. Allerdings ist bei den Musels nicht viel zu vernichten nach 1300 Jahren genetischer Inzucht

    Der islamische Theologe Scheich Bandar al-Khaibari hat es derzeit nicht leicht: „Die Erde steht still“, sagt er in einer Predigt – und die arabische Welt lacht. Doch der Gelehrte meint es ernst – und beruft sich auf hochrangige Islam-Gelehrte. Die seien nämlich ganz seiner Meinung, wenn es um die Frage geht, ob sich die Erde drehe oder nicht, glaubt er.

    Dieses Problem wollte ein Gläubiger von al-Khaibari beantwortet wissen. Und der zögerte nicht, sie zu beantworten: Sie steht still, ist der Geistliche überzeugt.

    Ein Wasserbecher dient ihm als Beweis: „Wenn wir vom Flughafen Sharjah nach China fliegen, dreht sich die Erde, oder? Und würde einem China dann nicht entgegenkommen, wenn man in der Luft anhält? Stimmt’s oder stimmt’s nicht? Wenn sich die Erde in die andere Richtung dreht, würde das Flugzeug China nicht erreichen können, weil sich China mit dem Flugzeug mitdreht.“

    Wie war das noch mit den großen Geistesriesen katholischer Zombielogie
    Für Religioten wie etwa Thales von Milet (624-545 v.C.), Anaximander von Milet (611-547 v.C.), Anaximenes (585-524 v.C.), Anaxagoras (499-428 v.C.), Leukipp (450-420 v.C.), Lucretius (97–55 v.C.), Lactanius (245–320 n.C.), Kyril von Jerusalem (313–368 n.C.), John Chrysostomos (347–407 n.C.), Severian von Gabala (380-408 n.C.) schwimmt die Erde als Scheibe auf dem Urmeer unter einem gläsernen Firmament. Sonne, Mond und Sterne werden täglich daran aufgehängt, die Wasser des Himmels darüber sind der Regen. Engel halten an vier Ecken der Scheibe die Winde, die Kontinente sind auf ewig fest.

    RKK Gelehrte wie Nikolaus von Oresme (1330-1382 n.C.) und Nicolaus Cusanus (1401-1464 n.C.) verkünden die Menschen werden durch die Erdrotation in den Himmel geschleudert oder fallen von der unteren Kugelhälfte runter, die Erde ist eine flache Scheibe. Der Kartograph Gerhard Mercator (1513-1594 n.C.) wird deswegen für seine Erdkugel eingekerkert.

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  3. sicher ir Islam kritisch vor allem in den „eigenen Rheihen“,wenn dieser nicht absolut konform ist könnt Ihr lesen was passiert………….

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