Lars Vilks: „Wir verhandeln nicht mit Mördern“


Image by Lars Vilks published in Nerikes Allehanda along with the editorial. Bild: wikimedia.org/ fair use under United States copyright law
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Als die Schüsse fielen, versteckten ihn seine Leibwächter in einem Lagerraum voll Bier. Im Interview erzählt der schwedische Künstler Lars Vilks, wie er die Attacke erlebt hat – und warum er sich nicht einschüchtern lässt, obwohl er sich verstecken muss.


Von Silke Bigalke|Süddeutsche.de

Der schwedische Künstler Lars Vilks, 68, ist in Skandinavien schon lange für seine provokanten Werke berühmt. International wurde er bekannt, nachdem er im Jahr 2007 eine Skizze angefertigt hatte, die den Propheten Mohammed als Hund darstellt. Seitdem war Vilks mehrfach Ziel von Morddrohungen und Anschlägen. Am Samstagnachmittag schoss der Attentäter Omar el-Hussein auf ein Café, in dem Vilks gerade an einer Podiumsdiskussion teinahm. In der Nacht verübte der Mann noch einen Anschlag auf eine Synagoge. Er tötete insgesamt zwei Menschen und verletzte fünf Polizeibeamte. Im Interview beschreibt Lars Vilks, wie er die Schießerei erlebte und was das Attentat für seine Kunst bedeutet.

SZ.de: Wie geht es Ihnen, wie haben Sie die vergangenen Tage erlebt?

Lars Vilks: Ich war sehr beschäftigt. Es war natürlich eine sehr befremdliche und sehr tragische Geschichte, die mich auch erschüttert hat, weil alles so überraschend passiert ist. Ich habe schon einiges mitgemacht, aber das war viel schwerwiegender. Ich habe noch nie eine Schießerei um mich herum erlebt. Jetzt müssen die Polizei und Sicherheitskräfte einen Weg finden, mit der Situation umzugehen. Im Moment bin ich an einem geheimen Ort in Schweden, wo sie mich nach dem Anschlag hingebracht haben.

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