Anschreiben gegen die „Deadline“


todesspritze40 Jahre lang war Albert de Lange Journalist. Dann wurde Krebs bei ihm diagnostiziert. Nun schreibt der Niederländer eine Kolumne, wie sein Leben zu Ende geht. Die letzte Folge soll am Tag nach seinem Tod erscheinen.


Von Benjamin Dürr|evangelisch.de

Das Ende der Geschichte ist schon bekannt. Albert de Lange wird sterben. Trotzdem wird seine Kolumne gelesen – vielleicht auch gerade, weil das Ende bekannt ist. „Gespannt sind natürlich alle vor allem auf die letzten Kolumnen“, sagt er.

Drei Jahrzehnte hat de Lange für die Tageszeitung „Het Parool“ in Amsterdam gearbeitet. Dann wurde Darmkrebs bei ihm diagnostiziert. Nun schreibt er eine Kolumne, wie sein Leben zu Ende geht. „Deadline“ heißt die Serie, die seit Oktober samstags auf Seite sieben der Zeitung gedruckt wird.

Von Tag zu Tag leben

Journalisten sind gut darin, von Tag zu Tag zu leben. Ihr Ziel am Horizont ist die Ausgabe des nächsten Tages. Diese Einstellung zum Leben helfe, wenn man nicht wisse, ob man den Tag übermorgen noch erreiche, sagt de Lange. Nun schreibt er gegen eine ganz andere „Deadline“ an – eine echte „Todeslinie“.

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1 Comment

  1. Bedenkt doch bitte wir alle erleiden,genießen den Tod nur das Herr de Lange den Zeitpunkt näher kennt!

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