Eine arme Kirche? Lasst ihr doch ihre Pracht!


Foto: pa/ dpa/dpaweb Ein Schatz des Glaubens: Der Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom
Kaum hat das Erzbistum Köln erstmals sein Vermögen veröffentlicht, hagelt es Kritik. Die Kirche solle ihr Geld lieber den Armen geben. Zu Ende gedacht bedeutete dies eine öde Welt.


Von Wolfgang Büscher|DIE WELT

Neulich war ich wieder einmal im Kölner Dom und freute mich an dessen himmelstürmender Pracht – eine Pracht, die übrigens gar nicht so prächtig wirkt, was einfach daran liegt, dass dieser Prachtbau tagtäglich heftig benutzt wird, von früh bis spät finden Messen und Andachten statt.

Und nicht selten schlägt das Benutzte sogar ins Abgenutzte um. Die roten Kleider der Domdiener schauen hier und da ein wenig abgetragen aus, manches Bild ist stark nachgedunkelt, der ganze Bau alles andere als neu und chic.

Nun hat das Erzbistum Köln erstmals seine Vermögensverhältnisse veröffentlicht, und man muss sagen, sie sind äußerst solide. Das Erzbistum ist reich. Natürlich regen sich jetzt die üblichen Verdächtigen auf: Ha, da sieht man’s wieder – Wasser predigen und Wein saufen! Die Kirche soll, wenn sie glaubwürdig sein will, ihr Geld lieber den Armen geben.

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1 Comment

  1. Das hatte man schon immer vermutet, der Kölner Bischofssitz – in Wirklichkeit eine milliardenschwere Vermögensverwaltung, die sich erfolgreich als Religion tarnt? 😉

    ….so ungefähr muss sich Jesus damals den Himmel auf Erden vorgestellt haben als „steinreicher“ Bischofssitz? 😉

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