„Kirchenasyl ist christliches Engagement“


Der Mitbegründer der Kirchenasylbewegung, Wolf-Dieter Just, hat die Praxis des Kirchenasyls in der Süddeutschen Zeitung verteidigt Foto: Montecruz Foto | CC BY-NC 3.0
Der Mitbegründer der Kirchenasylbewegung, Wolf-Dieter Just, hat die Praxis des Kirchenasyls verteidigt. In einem Beitrag in der Süddeutschen Zeitung verwies er auf die Christenpflicht und das Grundgesetz, das die Achtung der Menschenwürde anmahnt.


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Bundesinnenminister Thomas de Maizière hatte bei einem Treffen mit 19 katholischen Bischöfen deutliche Worte gegen die Praxis des Kirchenasyl gefunden. „Weiß er, was er da sagt?“, fragt Just, der Ehrenvorsitzender der ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ ist und Sozialethik an der Evangelischen Fachhochschule in Bochum lehrt.

De Maizière könne sich bei seiner Abneigung gegen das Kirchenasyl nicht auf die Verfassung berufen, schreibt Just. Denn Artikel 1 mahne die Unantastbarkeit der Menschenwürde an. Außerdem fordere Artikel 3 der Europäischen Konvention für Menschenrechte: „Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.“

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