Römische Ledernacken: «Keine Abstriche bei der Disziplin»


Screengrab youtube
Screengrab youtube
Der neue Schweizergarde-Kommandant über die Zukunft der Wachtruppe.


Von Thomas Jansen|kath.net

Der jüngste Führungswechsel in der Schweizergarde hat Spekulationen über die Zukunft der päpstlichen Wachtruppe ausgelöst. Im KNA-Interview erklärt der neue Kommandant, Christoph Graf (53), wie es mit den Beschützern des Papstes weitergeht und was die Schweizer Post mit seiner Karriere im Vatikan zu tun hat.

KNA: Papst Franziskus hat mit Blick auf den Weggang ihres Vorgängers gesagt, er wünsche sich eine «Erneuerung». Was soll sich konkret ändern in der Schweizergarde?

Graf: Der Papst hat mir keinerlei Anweisungen gegeben, was ich machen soll. Der Weggang von Kommandant Daniel Anrig war im Übrigen ein ganz normaler Vorgang. Deshalb besteht auch gar kein Bedarf, etwas zu verändern. Und die Berichte über eine angebliche Abschaffung der Garde sind völlig aus der Luft gegriffen.

KNA: Einige Medien schrieben, ihr Vorgänger habe den Hut nehmen müssen, weil er zu streng gewesen sei. Wird es künftig also etwas lockerer in der Garde zugehen?

Graf: Das waren reine Spekulationen der Presse. Die Schweizergarde braucht eine straffe Disziplin, um ihren Auftrag auszuführen. Daran besteht gar kein Zweifel, und das stellt auch niemand infrage. Da wird es auch unter meiner Leitung keinerlei Abstriche geben.

weiterlesen