Willkommen in der Matrix


Screenshot:BB
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Das Internet der Dinge, Big Data und Wearables werden Leben und Arbeiten massiv verändern – und sich zu einem bruchlosen Datenraum verweben, der die Menschen wie eine zweite Haut umhüllt.


Von Wolfgang Stieler, Niels Boeing|Technology Review

Es ist früher Abend, als Bandar Antabi in München im Hotel eincheckt. Er muss in einer Stunde zu einem Geschäftsessen in einem Restaurant, das er nicht kennt, und davor noch an einer Telefonkonferenz teilnehmen. Die App seines Datenarmbands ermahnt ihn, dass er erst 80 Prozent seines idealen täglichen Bewegungspensums geschafft hat. Kein Grund für Antabi, die Ruhe zu verlieren.

Als er sein Gepäck aufs Zimmer gebracht hat, gibt er in die Navigations-App die Adresse des Restaurants ein, setzt das Bluetooth-Headset ans Ohr und macht sich auf den Weg. Während der Smartphone-Assistent ihn durch die Münchner Straßen leitet, wählt er sich in die Konferenz ein. Die Teilnehmer merken nichts von seinem Spaziergang, denn eine spezielle Rauschunterdrückung filtert die Hintergrundgeräusche heraus. Auch die Anweisungen des Navigationsassistenten bleiben seinen Gesprächspartnern verborgen, für sie scheint Antabi in einem Büro zu sitzen. Kurz bevor er das Restaurant erreicht hat, ist die Besprechung erledigt, und als er am Tisch Platz nimmt, hat er auch sein Bewegungspensum für den Tag erfüllt.

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