„Jüdisches Berlin“ aus Sicherheitsgründen künftig im Umschlag

Bild: brightsblog
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Zum Schutz ihrer Mitglieder versteckt die Jüdische Gemeinde Berlin ihre eigene Zeitung künftig in einem neutralen Umschlag.


FOCUS ONLINE

Das gehöre zu den verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, um die Wahrscheinlichkeit von Anfeindungen gegen Gemeindemitglieder zu reduzieren, schreibt der Vorsitzende Gideon Joffe im Vorwort zur aktuellen Ausgabe des Magazins „Jüdisches Berlin“. Mehrere Berliner Medien hatten über die Ankündigung berichtet. Mit Blick auf den antisemitischen Terroranschlag in Paris erklärte Joffe: „Noch, ich betone: noch, ist es nicht so weit, dass Juden in der Bundesrepublik Deutschland ermordet werden, nur weil sie Juden sind. Damit es jedoch nicht dazu kommt, müssen Maßnahmen ergriffen werden, die den demokratischen Rechtsstaat schützen.“ Das Gemeindeblatt wird den Mitgliedern monatlich per Post zugestellt. Bisher war der Titel von außen sichtbar.

Katholischer Bischof Koch: Homosexualität darf nicht als Sünde dargestellt werden

Bild: bpb.de
Bild: bpb.de
Homosexualität darf nach Auffassung des Dresdner katholischen Bischofs Heiner Koch (60) nicht als Sünde dargestellt werden.


evangelisch.de

Das sei verletzend, sagte der Vorsitzende der Kommission Ehe und Familie der Deutschen Bischofskonferenz der „Nordwest-Zeitung“ (Samstagsausgabe) aus Oldenburg. Die Kirche brauche eine andere Sprache, wenn es um Homosexuelle gehe. „Ich kenne homosexuelle Paare, die Werte wie Verlässlichkeit und Verbindlichkeit in vorbildlicher Weise leben.“

Über die Frage, ob geschiedene und wiederverheiratete Gläubige zur Eucharistie zugelassen werden können, sollte die katholische Kirche Koch zufolge nachdenken.

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Holocaust als karmischer Ausgleich

SS führt Juden ab. Bild: grossmanproject.net
Die Reinkarnationsvorstellung, oft gekoppelt an die Karmatheorie, hat ihre Wurzeln primär in den fernöstlichen Glaubensvorstellungen. Diese religiöse Idee, vor allem im Hinduismus und Buddhismus zu finden, ist sehr alt, hat eine fatalistische Komponente und passt schlecht in ein modernes Weltbild.


Von Hugo Stamm|Tages Anzeiger

Heute bauen wir das Zusammenleben, die gesellschaftlichen Ordnungen und Gesetze darauf auf, dass der Einzelne ein autonomes Wesen ist, das für sein Tun die Verantwortung trägt.

Das Konzept von der Wiedergeburt geht hingegen davon aus, dass Menschen Einflüssen ausgesetzt sind, die angeblich mit früheren Leben zu tun haben oder auf kommende ausstrahlen. Zwei Beispiele: Gute Taten im aktuellen Leben können zu einer Belohnung im nächsten führen. Fromme Hindus denken dabei gern an einen Aufstieg im Kastensystem. Oder: Wer in einem früheren Leben jemanden umgebracht hat, muss damit rechnen, dass er später selbst Opfer eines Verbrechens wird, auch wenn er ein vorbildliches Leben führt. Ein solch fatalistisches Weltbild lässt sich schlecht mit modernen psychologischen, sozialen oder pädagogischen Erkenntnissen oder Grundsätzen vereinbaren.

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Islamischer Staat: „Libyen ist das größte Dschihadismus-Problem in Nordafrika“

Dschihad-Aufruf  ThemenbildIn Libyen tobt seit Sommer 2014 ein neuer Bürgerkrieg. Das Chaos bereitet den Dschihadisten den Boden, erklärt Experte Wolfram Lacher. Wie groß ist der Einfluss von IS und anderen Radikalislamisten?


Von Raniah Salloum|SpON

SPIEGEL ONLINE: Herr Lacher, was ist in Libyen schiefgelaufen?

Lacher: Seit dem Zusammenbruch des Gaddafi-Regimes gab es in Libyen keinen Staat mehr. Die Waffenarsenale Gaddafis sind in die Hände verschiedener Milizen gefallen. Schrittweise haben sich aus den lokalen Konfliktherden zwei Lager herausgebildet: die revolutionär-islamistischen Milizen „libysche Morgenröte“ mit Regierungssitz in Tripolis und „libysche nationale Armee“ von General Khalifa Haftar mit Sitz in Tobruk. Seit letztem Sommer kann man von einem zweiten Bürgerkrieg sprechen. Davon konnten die Dschihadisten profitieren, etwa der „Islamische Staat“ (IS). Mit dem IS entsteht gerade ein dritter Akteur in dem Konflikt.

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Verfassungsschutz: Islamismus ist gesamtgesellschaftliches Problem

Bild: wikimedia.org/PD
Für den obersten Verfassungsschützer Hans-Georg Maaßen ist Islamismus ein Problem der gesamten Gesellschaft und nicht nur der Sicherheitsbehörden.


evangelisch.de

„Wenn junge Leute aus dem Ruder laufen, sich radikalisieren, plötzlich einen langen Bart und Salafistenkleidung tragen, müssten alle in der Gesellschaft sensibel darauf achten“, sagte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz den „Aachener Nachrichten“ (Samstagsausgabe). Das betreffe nicht nur die Moscheegemeinden, sondern auch Schulen, Nachbarn und Kollegen.

„Erst wenn ein Mensch bereit ist, nach Syrien zu reisen oder Gewalttaten zu begehen, fällt er uns im Regelfall auf“, erklärte Maaßen. Deswegen seien Hinweise an Lehrer, Jugendamt oder Polizei wichtig.

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Merkel überbringt Papst Geldspende für Flüchtlingskinder

merkel_ratzeFranziskus überreichte der deutschen Kanzlerin eine deutsche Ausgabe seines Schreibens „Evangelii gaudium“.


kath.net

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist im Vatikan mit Papst Franziskus zusammengetroffen. Die Begegnung dauerte rund 40 Minuten. Als Geschenk überreichte die Kanzlerin dem Papst eine CD-Sammlung mit Werken des protestantischen Komponisten Johann Sebastian Bach. Außerdem überbrachte sie eine Geldspende der Bundesregierung für Flüchtlingskinder im Nahen Osten. Franziskus bedankte sich auf Deutsch.

Er schenkte der Kanzlerin eine Medaille mit dem Bildnis des Heiligen Martin. Diese Medaille verschenke er gern an Regierungschefs, so der Papst, weil der ausgebreitete Mantel des Heiligen sie an die Schutzfunktion für ihre Völker erinnere. Darauf sagte Merkel: „Wir werden versuchen, unser Bestes zu geben.“ Zudem überreichte Franziskus der Kanzlerin eine deutsche Ausgabe seines Apostolischen Schreibens „Evangelii gaudium“.

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Papst an organisiertes Verbrechen: Ihr gehört nicht zur Kirche

Bild: hiphop 'n'more
Bild: hiphop ’n’more
Franziskus vor süditalienischer Pilgergruppe: „Äußere religiöse Gesten reichen nicht aus, um sich in Gemeinschaft mit Christus zu betrachten“


kathweb

Mitglieder der organisierten Kriminalität gehören nach den Worten des Papstes nicht mehr zur Gemeinschaft der katholischen Kirche. „Äußere religiöse Gesten, die nicht von echter Umkehr begleitet werden, reichen nicht aus, um sich in Gemeinschaft mit Christus und seiner Kirche zu betrachten“, sagte Franziskus vor Pilgern aus der süditalienischen Diözese Cassano all’Jonio. Die Täter des organisierten Verbrechens nannte er „schlecht und arrogant“.

Wer sich Christ nenne, dürfe keine gewalttätigen Taten begehen, die die Würde des Menschen verletzten, sagte der Papst. So wie sie die Illegalität öffentlich als Lebensstil verkündeten, sollten die Täter der organisierten Kriminalität auch ihre Umkehr zum Christentum öffentlich vollziehen. „Öffnet eure Herzen dem Herrn!

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Kein Moscheeasyl in Deutschland

Moschee Essen , Bild: wikimedia.org/CC-sa-nc-nd/3.0/JohannAddicks
Kirchenasyl für Flüchtlinge hat eine lange Tradition und wird in Deutschland derzeit heiß diskutiert. In islamischen Gemeinden gibt es nichts Vergleichbares. Auch die Verbände bewerten ein mögliches Moscheeasyl skeptisch.


Von Andreas Gorzewski|evangelisch.de

Mit den drastisch gestiegenen Flüchtlingszahlen hat auch das Kirchenasyl wieder an Bedeutung gewonnen. Derzeit sind bundesweit 200 Kirchen beteiligt, vor einem Jahr waren es noch 45. Unter den Hilfesuchenden sind viele Muslime, die vor Not und Krieg flohen. Ob sie auch in Moscheen hierzulande Zuflucht finden könnten, ist zweifelhaft. Vertreter der großen Islamverbände, die alle ihren Sitz in Köln haben, schließen das zwar nicht völlig aus, sind aber sehr zurückhaltend. Bislang ist in Deutschland kein Moscheeasyl bekannt.

In Glinde bei Hamburg hatte zwar im Frühjahr 2013 ein Moscheeverein zwölf Flüchtlinge aus Afrika für einige Wochen aufgenommen. Nach Ansicht von Pastorin Dietlind Jochims, Vorsitzende der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche, entsprach der Fall jedoch keinem Kirchenasyl.

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Antisemitismus Schweiz: Luzern-Fans treiben verkleideten „Juden“ vor sich her

Ein als Rabbi verkleideter Mann im Vordergrund, Luzern-Fans dahinter fan-fotos.ch/FOCUS ONLINE
Besorgniserregende Szenen in der Schweiz: Fans des Erstligisten FC Luzern treiben im rivalisierenden St. Gallen einen als Rabbi verkleideten Mann symbolisch durch die Straßen. Das Ganze soll ein Karnevalsscherz gewesen sein, jetzt ermittelt die Polizei.


FOCUS ONLINE

Eine hässliche Aktion vor einem Auswärtsspiel in St. Gallen hat für die Fans des Schweizer Erstligisten FC Luzern ein juristisches Nachspiel. Die Polizei kündigte Ermittlungen wegen antisemitischen Verhaltens an, nachdem am vergangenen Sonntag rund 300 Fans in St. Gallen einen als Rabbi verkleideten Luzern-Anhänger mit St. Gallen-Schal symbolisch durch die Straßen getrieben hatten.

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Schweiz: Neue Initiative für Kopftuchverbot

Screenshot BB
Screenshot BB
Die Schweizerische Volkspartei SVP unternimmt einen neuen Vorstoß in Richtung eines Kopftuchverbots: Am Freitag, 20. Februar, hat sie eine Unterschriftenaktion im Kanton Wallis gestartet. Innerhalb eines Jahres sollen 4.000 Unterschriften gesammelt werden. Ziel ist es, Kopfbedeckungen an öffentlichen Schulen zu verbieten; Medienberichten zufolge macht die SVP jedoch keinen Hehl daraus, dass sich die Initiative vorrangig gegen muslimische Kopftücher richtet.


kathweb

Das Kopftuch sei ein religiöses Symbol, für das es an Walliser Schulen keinen Platz gebe, sagte Jean-Luc Addor, Co-Präsident des Initiativkomitees, laut dem Internetportal „ref.ch“. Christliche Werte stünden an Walliser Schulen im Vordergrund, diese seien nicht laizistisch. Der Initiative käme daher eine präventive Rolle zu. Das Kopftuch sei nicht bloß ein religiöses Symbol, sondern Ausdruck einer kulturellen Identität und eines politischen Islams. In diesem Sinne verletzte die Initiative auch nicht die Glaubensfreiheit.

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Homosexuelle prangern ZDF-Fernsehrat an: „Eklatante Missachtung und Diskriminierung“

dpa
Mit Distanz ist das bei Fernsehsendern öfter mal so eine Sache. Das Bundesverfassungsgericht schreibt vor, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ARD und ZDF nicht in Abhängigkeit zur Politik stehen und auch nicht für politische Interessen missbraucht werden dürfen. 


Von Marcel Bohnensteffen|Huffington Post

„Staatsferne“ heißt das in der Mediensprache. Zu diesem Zwecke ist für das ZDF ein neuer Staatsvertrag ausgehandelt worden, der auch die Besetzung des Fernsehrats regelt. Der wiederum soll die Unabhängigkeit des Senders überwachen. Damit das sichergestellt ist, darf künftig jedes Bundesland einen Vertreter entsenden.

Homosexuelle „ausgeschlossen“

Doch genau diese personelle Besetzung stößt jetzt bei einem Lobby-Verband auf heftige Kritik: dem Lesben- und Schwulenverband LSVD. Wie der „Spiegel“ berichtet, prangert Vorstandsmitglied Henny Engels eine „eklatante Missachtung und Diskriminierung” von Schwulen und Lesben an.

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„Bourbon“: Neues tödliches Virus in den USA entdeckt

Thogoto virus, Bild: lookfordiagnosis.com
Das Virus wird unter dem Namen „Bourbon“ geführt – benannt nach dem Bezirk in Kansas, in dem das vermeintlich erste Todesopfer lebte.


Die Presse

Die US-Gesundheitsbehörden haben nach eigenen Angaben ein neues tödliches Virus aus der Gruppe der Thogotoviren identifiziert. Es werde davon ausgegangen, dass der Erreger für den Tod eines zuvor gesunden Mannes im Bundesstaat Kansas im vergangenen Jahr verantwortlich sei, teilte die Seuchenkontrollbehörde CDC am Freitag mit.

Das Virus wird demnach unter dem Namen „Bourbon“ geführt – benannt nach dem Bezirk in Kansas, in dem das Todesopfer lebte. Nach CDC-Angaben war es das erste Mal, dass ein Thogotovirus in den USA einen Menschen tötete.

Ein Erreger aus der Gruppe sei zudem zuvor bei nur sieben Menschen nachgewiesen worden. Es wird davon ausgegangen, dass Thogotoviren in Europa, Asien und Afrika durch Mücken und Zecken übertragen werden. Der Mann in Kansas litt laut CDC nach der Infektion an Kopfschmerzen und Fieber. Er war demnach auch durch Antibiotika nicht zu retten.

Kirche verteilt Rosenkränze an ukrainische Soldaten

Rosenkranz, Bild: wikimedia.org/PD
Der ukrainische katholische Bischof Stanislaw Szyrokoradiuk hat die Bedeutung der Militärseelsorge im ukrainischen Konflikt betont. Priester hätten die ukrainischen Soldaten in den „vordersten Linien“ und in Krankenhäusern besucht, um mit ihnen zu beten und sie zu segnen, sagte er nach Angaben des ukrainischen Internetportals „catholic-media.org“ (Freitag) in Rom. Die Priester griffen selbst nicht zu den Waffen, „aber ihre Waffen sind der Rosenkranz und das Weihwasser, mit dem sie die Kämpfer besprengen, die unser Land schützen“.


kathweb

Die Geistlichen hätten zahlreiche Rosenkränze an die Regierungstruppen verteilt. Es helfe den Soldaten, wenn sie einen Rosenkranz an ihrem Gürtel trügen, so der Bischof von Charkiw-Saporischja, zu dessen Diözese auch die von Separatisten kontrollierten Regionen Donezk und Lugansk gehören. „Das ist ein Zeichen, das uns vereinigt“, fügte er hinzu, „eine heilige Sache, die bestätigt, dass das Gebet der Kirche hilft“.

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CDU-Politiker Jens Spahn über den Islam: „Wir haben auch Antisemitismus importiert“ – Bullshit

Getty
Die islamkritische Pegida-Bewegung hat Deutschland polarisiert. Seitdem Menschenmassen in organisierten Protestzügen durch die Straßen ziehen, um gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes zu demonstrieren, hat man das Gefühl, dass die kritische Stimmung und die Feindlichkeiten gegen Ausländer wieder zugenommen haben hierzulande.


Von Marcel Bohnensteffen|Huffington Post

Schlimmer noch: Sie werden offen ausgelebt. Bislang hat es die Politik nicht vermocht, dieser Stimmung entgegen zu wirken. Vielleicht auch, weil sie selbst keinen klaren Kurs hat, wie sie mit dem Islam umgehen soll. Das zeigt die schwelende Debatte um den Satz des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff: „Der Islam gehört auch zu Deutschland“.

„Geh und such dir ein anderes Land“

In diese Kerbe stößt jetzt CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn, der seine Partei im „Spiegel“-Interview zu einer deutlicheren Auseinandersetzung mit dem Islam aufgefordert hat und dabei eine schroffe Wortwahl wählte.

„Wir haben auch Antisemitismus importiert“, sagte Spahn dem Magazin mit Blick auf die zunehmenden Anfeindungen auf offener Straße.

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Katholische Kirche: Diese Bistümer wollen ihr Vermögen offenlegen

Bild: tilly
Bild: tilly
Die katholische Kirche in Deutschland gibt sich transparent: Nach SPIEGEL-Informationen wollen 13 Bistümer demnächst ihre Finanzen veröffentlichen – und damit dem Beispiel Kölns folgen.


SpON

Nach der Transparenzoffensive des Erzbistums Köln, das am Mittwoch erstmals sein Milliardenvermögen offenlegte, wollen 13 weitere deutsche Diözesen nachziehen. Das ergab eine SPIEGEL-Umfrage bei den 26 übrigen Erzbistümern und Bistümern.

Demnach wollen Aachen, Dresden, Görlitz, Hamburg, Freiburg, Fulda, Magdeburg und Paderborn noch in diesem Jahr Zahlen vorlegen. 2016 wollen dann München und Passau folgen, Eichstätt 2017. In Rottenburg-Stuttgart brauche „die Bewertung der Immobilien noch Zeit“, ebenso in Münster.

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Friedman: Gesellschaft muss begreifen, dass Judenhass Alltag ist

Bild: brightsblog
Bild: brightsblog
Nach Einschätzung von Fernsehmoderator Michel Friedman (58) ist das jüdische Leben in Deutschland und Europa seit Jahren immer stärker bedroht. «Es wird endlich Zeit, dass die Gesellschaft begreift, dass Judenhass – schamloser denn je – wieder zum europäischen Alltag geworden ist», sagte der frühere Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland der «Frankfurter Rundschau»


kath.net

Viele Menschen seien immer noch der Ansicht, alltägliche Phänomene wie Judenwitze, Hassparolen im Internet oder Verunglimpfungen gingen sie nichts an. «Juden werden beleidigt, bespuckt, geschlagen und getötet, nur weil sie Juden sind», so der Journalist. Ob das jüdische Leben in Deutschland eine Zukunft habe, hänge von der Reaktion der Mehrheitsgesellschaft ab.

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Schöner wohnen in Limburg

Bild: @Kiwi_Gold/twitter
Bild: @Kiwi_Gold/twitter
Beste Lage auf dem Limburger Domberg, viel Platz und eine hochwertige Ausstattung: Erstmals konnte die Wohnung des früheren Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst besichtigt werden. Mit der neuen Offenheit will das Bistum ein weiteres Zeichen für den Neuanfang setzen.


Frankfurter Allgemeine

Das Bistum Limburg hat am Freitag für Journalisten erstmals die Türen des wegen seiner hohen Kosten umstrittenen Bischofshauses und der Bischofswohnung geöffnet. Wolfgang Rösch, Ständiger Vertreter des Apostolischen Administrators, stellte dabei ein Konzept für die vorläufige Nutzung des Bischofshauses vor. Dies solle ein erster Schritt zur „Entmystifizierung und Entzauberung“ des Hauses sein, heißt es in einer Mitteilung den Bistums.

„Wir haben das Vertrauen vieler Menschen verloren“, sagte Rösch. Nicht wenige hätten die Kirche verlassen. „Jetzt sind wir gefordert, Vertrauen und Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen.“ Das Bischofshaus in Limburg sei für viele zum Symbol des Anstoßes geworden und habe über Monate hinweg für Schlagzeilen gesorgt. Es besitze „seinen eigenen Charme und seine eigene Ästhetik“. Nun solle es für immer mehr Menschen erschlossen und ein wichtiger Ort für das Bistum Limburg werden.

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Deutsche Welle erweitert Internetangebot für Glaubensfragen – gebührenfinanziert

Bild: wikimedia.orgPD
Die Deutsche Welle hat im Internet eine eigene Seite für die Themen Glauben und Religion eingerichtet. Der Auslandssender teilte am Freitag in Bonn mit, die von den Kirchen verantworteten Inhalte seien so deutlicher erkennbar und von den journalistischen Angeboten der Deutschen Welle besser zu unterscheiden. In das neue Angebot fließen Beiträge aus den Kirchenredaktionen von ARD und ZDF mit ein. Die redaktionelle Endabnahme liegt bei der Deutschen Welle.


evangelisch.de

Der Senderbeauftragte für die Deutsche Welle beim Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), Christian Engels, sprach von einem großen Schritt nach vorn für die evangelische Medienarbeit. Die Glaubensthemen seien auf der Website der Deutschen Welle nun leichter zu finden. „Der User weiß jetzt besser, was er erwarten kann“, erklärte Engels. Das neue Angebot biete „eine Art Best of“ der öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Hörfunkangebote zum Thema und verbinde klassische Angebote mit neueren Formaten. Hinzu komme, dass die Deutsche Welle international aufgestellt sei: „Adressat ist die Welt.“

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Erzbistum Freiburg: Gottesdienst für wiederverheiratete Geschiedene

Themenbild.
Themenbild.
Verantwortlicher Knöller: „Wir bieten ja nicht an, was nicht erlaubt ist. Wenn ich es etwas salopp formulieren darf: Das ist alles gut katholisch“


kath.net

Immerhin ein dreiviertel Jahr haben die Kreise jener Geistlichen und Hauptamtlichen des Erzbistums Freiburg, die auch in der kirchlichen Lehre und Praxis auf den sogenannten „Fortschritt“ drängen, ihrem neuen Erzbischof zumindest in der Öffentlichkeit eine Schonfrist gewährt. Damit ist jetzt offenbar Schluss: Das Dekanat Neustadt will Gottesdienste für Menschen anbieten, die nach einer zivilrechtlichen Scheidung in einer neuen Beziehung leben. Der ständige Diakon und Pastoralreferent Thilo Knöller sagt dazu: „Seelsorger im Hochschwarzwald werden immer wieder von Menschen angesprochen, die sich Gottes Segen auch für ihre neue Beziehung wünschen und sich in der neuen Lebenssituation in der Kirche aufgenommen fühlen wollen“, zitierte die „Badische Zeitung“. Damit spricht er offen aus, um was es geht: „Gottes Segen“ für Geschiedene in einer „neuen Beziehung“. „Wir wollen mit unseren Gottesdiensten schon ein Zeichen setzen. Wir wollen den Menschen in schwierigen Situationen zeigen, dass wir als Kirche für sie da sind“, stellte Knöller nach Angaben der BZ weiter fest. Dabei gehe es darum zu zeigen, dass die Kirche die Menschen und ihre Sorgen wahrnehme. Knöller hält es für möglich, dass es für diese Gottesdienste Gegenwind gibt. Seine Einschätzung: „Wir bieten ja nicht an, was nicht erlaubt ist. Wenn ich es etwas salopp formulieren darf: Das ist alles gut katholisch.“ Doch sei ihm bewusst, dass es innerhalb der Kirche zu diesem Thema unterschiedliche Sichtweisen gebe.

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Bayern 2 sucht die christliche Rechte

Der Pegida-Bewegung werden radioThema über den „christlich-rechten Rand“ zu Recht demokratiefeindliche und wertkonservative Tendenzen bescheinigt Foto: strassenstriche.net | CC BY-NC 3.0
Ein Beitrag des Radiosenders Bayern 2 beschäftigt sich mit dem „christlich-rechten Rand“. Obwohl der Beitrag viele Entwicklungen und Gruppierungen zu Recht als kritisch einschätzt, fehlt es in der Sendung an einigen Stellen an Differenzierungen zu „harmlosen“ konservativen Christen.


pro Medienmagazin

Unter dem Deckmantel der Kirchen finde sich eine wertkonservative oder sogar demokratiefeindliche Opposition zusammen, heißt es in der Ankündigung zur Sendung radioThema mit dem Titel „APO von christlich-rechts?“. Die Sendung zeigt auf, dass es zwar keine wirklich „außerparlamentarische Opposition“ von „christlich-rechts“ gebe, die Tendenzen aber erkennbar seien. „Gefahr scheint von überall zu drohen“, heißt es. Deshalb würden christliche Initiativen mit „harten Geschützen“ auffahren. Es handele sich um einen „ultra-konservativen bis rechten Rand, der biblische Werte schützen will“.

Die Sendung nennt viele katholische, evangelische und evangelikale Blogs, Foren, Nachrichtenseiten und Initiativen, in denen sich rechtes und demokratiefeindliches Gedankengut sammele oder die teilweise eine Nähe zum „rechten Rand“ aufwiesen. Neben katholischen Familienschutzorganisationen wie zum Beispiel Familienschutz.de, einzelnen Personen, der Alternative für Deutschland (AfD), Webseiten wie „koptisch.wordpress.com“, der Jungen Freiheit, FreieWelt.net und politically incorrect werden die Nachrichtenagentur idea, die Nachrichtenseite der Deutschen Evangelischen Allianz (EAD) sowie die Hilfsorganisation Open Doors genannt. So habe idea im vergangenen Jahr die Sprecherin der katholischen Initiative „Familienschutz“, Hedwig von Beverfoerde, die in der Sendung als „bedenklich konservativ“ eingeschätzt wird, zur „politischen Christin“ gekürt. Auf der Seite der EAD fänden sich Meldungen, die Christen tendenziell als Opfer und Muslime als Täter darstellen. Im Archiv tauchten zudem Meldungen auf, die eine Nähe zu Vertretern mit demokratiefeindlichem Gedankengut erkennen ließen.

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