Bayern 2 sucht die christliche Rechte


Der Pegida-Bewegung werden radioThema über den „christlich-rechten Rand“ zu Recht demokratiefeindliche und wertkonservative Tendenzen bescheinigt Foto: strassenstriche.net | CC BY-NC 3.0
Ein Beitrag des Radiosenders Bayern 2 beschäftigt sich mit dem „christlich-rechten Rand“. Obwohl der Beitrag viele Entwicklungen und Gruppierungen zu Recht als kritisch einschätzt, fehlt es in der Sendung an einigen Stellen an Differenzierungen zu „harmlosen“ konservativen Christen.


pro Medienmagazin

Unter dem Deckmantel der Kirchen finde sich eine wertkonservative oder sogar demokratiefeindliche Opposition zusammen, heißt es in der Ankündigung zur Sendung radioThema mit dem Titel „APO von christlich-rechts?“. Die Sendung zeigt auf, dass es zwar keine wirklich „außerparlamentarische Opposition“ von „christlich-rechts“ gebe, die Tendenzen aber erkennbar seien. „Gefahr scheint von überall zu drohen“, heißt es. Deshalb würden christliche Initiativen mit „harten Geschützen“ auffahren. Es handele sich um einen „ultra-konservativen bis rechten Rand, der biblische Werte schützen will“.

Die Sendung nennt viele katholische, evangelische und evangelikale Blogs, Foren, Nachrichtenseiten und Initiativen, in denen sich rechtes und demokratiefeindliches Gedankengut sammele oder die teilweise eine Nähe zum „rechten Rand“ aufwiesen. Neben katholischen Familienschutzorganisationen wie zum Beispiel Familienschutz.de, einzelnen Personen, der Alternative für Deutschland (AfD), Webseiten wie „koptisch.wordpress.com“, der Jungen Freiheit, FreieWelt.net und politically incorrect werden die Nachrichtenagentur idea, die Nachrichtenseite der Deutschen Evangelischen Allianz (EAD) sowie die Hilfsorganisation Open Doors genannt. So habe idea im vergangenen Jahr die Sprecherin der katholischen Initiative „Familienschutz“, Hedwig von Beverfoerde, die in der Sendung als „bedenklich konservativ“ eingeschätzt wird, zur „politischen Christin“ gekürt. Auf der Seite der EAD fänden sich Meldungen, die Christen tendenziell als Opfer und Muslime als Täter darstellen. Im Archiv tauchten zudem Meldungen auf, die eine Nähe zu Vertretern mit demokratiefeindlichem Gedankengut erkennen ließen.

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