Kein Moscheeasyl in Deutschland


Moschee Essen , Bild: wikimedia.org/CC-sa-nc-nd/3.0/JohannAddicks
Kirchenasyl für Flüchtlinge hat eine lange Tradition und wird in Deutschland derzeit heiß diskutiert. In islamischen Gemeinden gibt es nichts Vergleichbares. Auch die Verbände bewerten ein mögliches Moscheeasyl skeptisch.


Von Andreas Gorzewski|evangelisch.de

Mit den drastisch gestiegenen Flüchtlingszahlen hat auch das Kirchenasyl wieder an Bedeutung gewonnen. Derzeit sind bundesweit 200 Kirchen beteiligt, vor einem Jahr waren es noch 45. Unter den Hilfesuchenden sind viele Muslime, die vor Not und Krieg flohen. Ob sie auch in Moscheen hierzulande Zuflucht finden könnten, ist zweifelhaft. Vertreter der großen Islamverbände, die alle ihren Sitz in Köln haben, schließen das zwar nicht völlig aus, sind aber sehr zurückhaltend. Bislang ist in Deutschland kein Moscheeasyl bekannt.

In Glinde bei Hamburg hatte zwar im Frühjahr 2013 ein Moscheeverein zwölf Flüchtlinge aus Afrika für einige Wochen aufgenommen. Nach Ansicht von Pastorin Dietlind Jochims, Vorsitzende der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche, entsprach der Fall jedoch keinem Kirchenasyl.

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