Dueling legislation in Scotland

Image: ncse.com
As a result of a controversy over creationist encroachments in the public schools in South Lanarkshire, Scotland, and a petition to the Scottish parliament to ban the teaching of creationism as scientifically credible, there are now dueling motions about creationism in the Scottish parliament.


National Center for Science Education

Motion S4M-12148, lodged on January 23, 2015 and entitled „Crackdown against Creationism,“ „congratulates South Lanarkshire Council on taking decisive action to prevent the teaching of creationism in schools by introducing new guidance; condemns any promotion of creationism in publicly funded schools, including the reported distribution of creationist books at Kirktonholme Primary School; believes that creationism should not be presented as a scientific theory and viable alternative to the established theory of evolution, and supports the Society of Biology and the Scottish Secular Society position in opposing the teaching of creationism in the classroom.“

The „decisive action“ to which the motion refers was the adoption of what the Glasgow Herald (January 23, 2015) described as „a raft of new rules for non-denominational schools including criminal records checks for chaplains and the insistence that teachers should be present during visits by religious groups“ as well as „guidance to ensure homophobic or creationist teaching is barred.“ The new rules were adopted after it was discovered in 2013 that young-earth creationist material — books published by Apologetics Press entitled How Do You Know God is Real? and Exposing the Myth of Evolution — was distributed to students at Kirtonholme Primary School.

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AKW-Befürworter: Zwischen Verehrung des freien Marktes und Abhängigkeit vom Staat

Gelände des Neubaus – „Western End of Hinkley Point Nuclear Power Station“; Foto: Richard Baker /CC BY-SA 2.0
Zwischen Großbritannien und Österreich schwelt ein Atomstreit. Großbritannien lässt neue Atomkraftwerke bauen. Gegen eines dieser Bauprojekte – das an der Küste der Grafschaft Somerset gelegene Atomkraftwerk Hinkley Point C – will das Land Österreich klagen. Der Grund: Die Finanzierung sei mit dem europäischen Wettbewerbsrecht nicht vereinbar.


Von Christian Bunke|TELEPOLIS

Nicht nur Österreich ist dieser Meinung. Auch 20 europäische Stromproduzenten aus erneuerbaren Energien wollen gegen Großbritannien rechtliche Schritte einleiten. Bereits Ende November 2014 reichten die Elektrizitätswerke Schönau aus dem Schwarzwald eine Beschwerde bei der EU-Kommission ein.

Doch Großbritannien ficht das nicht an. Österreich erhielt bereits eine Protestnote, in der die Inselmonarchie Maßnahmen ankündigt. Kein Vorhaben Österreichs soll mehr vor einer eskalierenden Abfolge rechtlicher Maßnahmen Großbritanniens sicher sein. Der von Großbritannien ausgeübte Druck geht über den Einzelfall Hinkley Point hinaus. So soll Österreich die Atomkraft als „nachhaltige Energiequelle“ anerkennen, andernfalls müsse das Land „beim EU-internen effort sharing einen größeren Anteil“ tragen.

Hinkley Point C: ohne Beihilfen des britischen Staates und der EU unmöglich

In Großbritannien herrscht über Parteigrenzen hinweg Einigkeit über den Bau neuer Atomkraftwerke. Schon 2008 wurde das unter der von Tony Blair und Gordon Brown geleiteten Labour Regierung beschlossen. Auch die Konservativen waren damals dafür. Sie gaben damals aber eine Warnung mit auf den Weg. Unter keinen Umständen, so forderten sie, dürften staatliche Gelder für den Bau neuer Kraftwerke ausgegeben werden.

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Von Farben und Formen: Imagetrainer rät Pfarrern zu zeitgemäßem Erscheinungsbild

Ein Pfarrer von Anno 1600
Pfarrerinnen und Pfarrer sollten nach Meinung des Frankfurter Imageberaters Dietrich Hildebrand auf ein zeitgemäßes Auftreten achten.


Von Johannes Süßmann|evangelisch.de

„Vom äußeren Erscheinungsbild eines Menschen schließen wir auf seine innere Haltung“, sagte Hildebrand im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). Wer das als Seelsorger mit seinen vielen Repräsentationsaufgaben beachte, vermittele seinem Gegenüber, dass er mit der Zeit gehe. Hildebrand wird Anfang März in Berlin auf Einladung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz einen eintägigen Image-Workshop für Pfarrer anbieten.

„Es geht nicht darum, dass Pfarrer avantgardistische Mode tragen oder den letzten Schrei anhaben sollen“, betonte der Imageberater. Wer jedoch Frisuren oder Kleidung wie in den 80er Jahren trage, signalisiere nach außen: „Ich bin von gestern.“ Das äußere Erscheinungsbild sei ein Kommunikationsmittel. „Es ist doch Quatsch zu sagen, die inneren Werte sind wichtig, und darum darf das Äußere völlig unansprechend sein“, sagte Hildebrand.

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Koran-Auslegung: Von Zwang steht da nirgends etwas

KoranWer dem Koran Argumente für Intoleranz und Krieg entnehmen will, wird fündig – wenn er sich plump an den Buchstaben hält und den historischen Kontext vergisst. Man sollte ihn nicht als Buch, sondern als Diskurs lesen.


Von Halis Albayrak|Frankfurter Allgemeine

Wenn es um den Islam geht, ist der maßgebliche Text der Koran. Sein Kontext besteht darin, welche Erfahrungen Mohammed im Zeitraum in den Jahren von 610 bis 632 nach Christus machte, was währenddessen geschah und aus welchen Elementen die arabische Kultur schöpfte, seien sie geographischer, politischer, historischer, kultureller, religiöser, moralischer oder wirtschaftlicher Art. All die Zusammenhänge haben ihren Anteil an der Entstehung der Koranverse.

Wenn wir also über Religionsfreiheit sprechen, dann stehen wir vor der logischen Notwendigkeit, ihren historischen Zusammenhang in unsere Lektüre und Interpretation miteinzubeziehen. Wenn wir jeden Vers so, das heißt: in seinem eigenen Kontext und in seinem existentiellen Bezugsrahmen lesen, können wir auch das Ziel des Wortes nachvollziehen. Lesen wir den Koran aber mit der Unmethode der Buchstabentreue, dann beginnen wir, dem Text unsere eigenen Absichten aufzuzwingen. Das hat zur Folge, dass wir Gott, dem Urheber des Wortes, nicht gerecht werden. Daher bin ich der Meinung, dass die Methode, den Koran nicht wie ein Buch, sondern wie einen Diskurs zu lesen, die richtige ist.

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„Jeder demokratische Staat muss im Grundsatz säkular sein“

Es ist der 9. Mai 2011, der Unabhängigkeitstag in Israel und ein orthodoxer Jude mit Hut telefoniert und blickt dabei auf den Boden, im Hintergrund die israelische Flagge, bestehend aus Lichterketten in der alten Stadt Jerusalem ( imago/UPI Photo)
In der Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden in Berlin fand diese Woche eine Podiumsdiskussion statt, die der Rolle der Religion in Deutschland und in Israel noch einmal auf den Grund gehen wollte. Wir haben für Sie die Höhepunkte dieser Diskussion zusammengefasst


Moderation: Sebastian Engelbrecht|Deutschlandradio Kultur

Philipp Gessler: Am Montag fand in der Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden in Berlin eine Podiumsdiskussion statt, die der Rolle der Religion in Deutschland und in Israel noch einmal auf den Grund gehen wollte. Es diskutierten Rabbiner Tuvia Ben-Chorin von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Professor Micha Brumlik vom Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Ellen Ueberschär, die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags sowie Professor Rainer Kampling vom Seminar für katholische Theologie der Freien Universität Berlin.

Moderiert hat die Diskussion Sebastian Engelbrecht vom Deutschlandradio. Wir haben für Sie die Höhepunkte dieser Diskussion zusammengefasst! Der Israel-Experte Stephan Vopel von der Bertelsmann Stiftung hat in den Abend eingeführt.

Stephan Vopel: Lassen Sie mich mit einer persönlichen Bemerkung beginnen! Es ist keineswegs selbstverständlich, denke ich, dass wir heute so miteinander sprechen können, Deutsche und Israelis. 70 Jahre nach dem Holocaust, 70 Jahre nach dem Kriegsende, 50 Jahre nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen ist es meiner Meinung nach ein kleines Wunder, wie gut, wie eng und in großen Teilen wie vertrauensvoll die Beziehungen zwischen Deutschland Israel und letztendlich die Beziehungen zwischen vielen Deutschen und vielen Israelis sind. Und das ist ein bisschen wie das halb volle oder halb leere Glas Wasser und ich glaube, wir werden immer wieder auch diese beiden Facetten nebeneinander abwiegen. Wir stehen aber hier auf einem keineswegs sicheren und unerschütterlichen Boden.

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Um Himmels Willen: Was die Christen aus der Kirche treibt

Bild: tilly
Bild: tilly
Ob Kirchensteuer oder Skandale a la Tebartz-van Elst: Gott verliert seine Schäflein. Mehr denn je. Im Jahr 2014 sind in Greven 238 Menschen aus der Kirche ausgetreten, davon 165 aus der katholischen Kirche und 73 aus der evangelischen Kirche. Das sind allein in der katholischen Kirche mehr als doppelt so viel wie 2011 und fast vier Mal so viel wie 2006. Als Erklärung ziehen die Kirchen bundesweit gerne eine Neuregelung der Steuer heran: Vergangenes Jahr teilten Banken und Sparkassen ihren Kunden mit, dass die Kirchensteuer auf Kapitalerträge künftig automatisch abgeführt wird – und verursachten damit einige Verwirrung, obwohl die Steuer nach Abzug des Sparerfreibetrags von 801 Euro schon immer fällig war. Also Tacheles. Was ist los in Gottes Kirche auf Erden? WN-Mitarbeiter Peter Sauer sprach in Greven mit Pfarrer Klaus Lunemann (St. Martinus) und Pfarrer Jörn Witthinrich (Evangelische Kirchengemeinde).


Westfälische Nachrichten

Was sind die Gründe, da so viele austreten?

Klaus Lunemann : Greven liegt im bundesweiten Trend. Die Änderungen bei der Erhebung der Kirchensteuer auf die Kapitalertragssteuer hat einige Menschen dazu gebracht, es sind oft finanzielle Gründe, aber auch die Geschichte vom Bischof von Limburg oder das Thema „Missbrauch“. Es liegt eher an der Gesamtsituation der Kirche als an der lokalen Situation vor Ort. So sind manche enttäuscht, etwa bei Fragen rund ums Zölibat.

Und die Fusion der Kirchengemeinden?

Klaus Lunemann: Da ist mir keiner bekannt, der die Fusion als Einzelgrund genannt hätte.

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Kirche in England behauptet: Jesus war rothaarig

Da Vinci stellte mit dem Gemälde aber nicht nur die Szene an sich dar. Er arbeitete laut Salleck seine ganze Weltanschauung in das „Letzte Abendmahl“ mit ein. Die drei zu sehenden Wände des Raumes stehen je für eine Abteilungen der Philosophie: Logik, Ethik und Naturlehre. PD
Da Vinci stellte mit dem Gemälde aber nicht nur die Szene an sich dar. Er arbeitete laut Salleck seine ganze Weltanschauung in das „Letzte Abendmahl“ mit ein. Die drei zu sehenden Wände des Raumes stehen je für eine Abteilungen der Philosophie: Logik, Ethik und Naturlehre.
PD
Die meisten Abbilder von Jesus stellen ihn als einen Mann mit brauen Haaren da. Eine Kirche in England ist allerdings ganz anderer Meinung. Der Prophet soll ein Rotschopf gewesen sein. Deshalb zeigt ihn das Kirchenglas auch mit roter Haarpracht.


FOCUS ONLINE

Möchte man einem Kirchenfenster in England Glauben schenken, so war Gottes Sohn wohl ein Rotschopf. Die Kirche „Holy Trinity Church“ im britischen Sunderland ist wohl die einzige Kirche im Lande, die Jesus Christus als rothaarigen Mann zeigt.

Auch Kain und Judas sollen rote Haare gehabt haben

Auf diese Kuriosität machte der „Churches Conservation Trust“, ein gemeinnütziger Fond für historische Kirchengebäude, die englische Tageszeitung „Daily Mirror“ aufmerksam. Jedoch nicht ohne Grund: Am 22. Februar feiern die Briten den „National Ginger Awareness Day“, den Feiertag für Rothaarige.

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Masernausbruch: Koalitionspolitiker erwägen Impfpflicht

Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain - USGov)
Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain – USGov)
Nach dem schweren Masernausbruch in Berlin mit bisher rund 450 Fällen erwägen Koalitionspolitiker die Einführung einer gesetzlichen Impfpflicht.


evangelisch.de

„Wenn wir es nicht schaffen, mit verstärkter Aufklärung und Beratung die Impfraten bald zu steigern, sollten wir über eine Impfpflicht in Kindergärten und Schulen nachdenken“, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn der „Welt am Sonntag“.

Spahn warnte vor Panikmache durch Impfverweigerer, die eine Impfung für gefährlicher halten als eine natürliche Maserninfektion. Dass Masern von vielen Eltern und Ärzten immer noch als sogenannte Kinderkrankheit abgetan würden, erwecke den falschen Eindruck, die hoch ansteckende Krankheit wäre harmlos. Impfverweigerer handelten egoistisch, weil sie sich darauf verließen, dass die anderen zur Impfung gingen und dann schon nichts passieren werde, erklärte Spahn.

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Dodo Matussek: Politische Korrektheit ist eine Plage

Matthias_Matussek

„Die Menschen bei uns haben sich vom Christentum abgewendet.“ Das hat der Journalist Matthias Matussek am Sonntag in Kassel erklärt. Gerade christliche Medienschaffende wie er erlebten Empörungsstürme.


pro Medienmagazin

Journalisten agierten heute in einer Zeit der Erregungsgesellschaft. Christian Wulff zum Beispiel habe einen „moralischen Empörungssturm“ ausgelöst. „Da konnte man dann erleben, dass Chefredakteure, die für ein Bundespräsidentengehalt gar nicht erst aufstehen würden, in Talkshows herumsaßen und über 150 Euro Übernachtungsgeld diskutierten“, sagte Matussek.

Den Satz des ehemaligen Bundespräsidenten „Der Islam gehört zu Deutschland“ halte er „für ganz und gar falsch“. Keinesfalls sei der Islam „Teil der deutschen DNA wie das christlich-jüdische Erbe“, auch mit Blick darauf, dass Christen besonders in islamischen Ländern verfolgt würden. Er wünschte sich eine pointierte Stellungnahme der Kirchen zum Thema Islam und Christenverfolgung.

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NSU-Mord in Kassel: Hinweise auf Verstrickung des Verfassungsschutzes

Nationalsozialistischer Untergrund – Folgen der Explosion in Zwickau 2011. Bild. wikimedia.org/CC BY-SA 2.5
Im NSU-Prozess geraten hessische Verfassungsschützer in Erklärungsnot: Vermutlich hatten sie Hinweise auf den NSU-Mordanschlag auf Halit Yozgat in Kassel. Nun soll Volker Bouffier vorgeladen werden.


Von Stefan Aust, Per Hinrichs, Dirk Laabs|DIE WELT

Neue Beweisanträge von Hamburger Nebenkläger-Anwälten im Münchner NSU-Prozess bringen den hessischen Verfassungsschutz in Erklärungsnot. Ein hessischer Verfassungsschützer hatte vermutlich Hinweise auf den NSU-Mordanschlag auf Halit Yozgat in dessen Kasseler Internetcafé im Jahre 2006. Das geht aus mehreren Beweisanträgen hervor, die die Anwälte von Yozgats Hinterbliebenen am vergangenen Freitag beim Oberlandesgericht München eingereicht haben, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet. Die Anwälte fanden Hinweise, dass der Kasseler Verfassungsschützer Andreas Temme möglicherweise viel dichter an der rechtsextremen Terrorzelle dran war als bisher bekannt.

Der Beamte Temme befand sich zur Tatzeit am 6. April 2006 in Yozgats Internetcafé, als der Anschlag verübt wurde. Die Anwälte schreiben, dass Temme „konkrete Kenntnisse von der geplanten Tat, der Tatzeit, dem Tatopfer und den Tätern hatte“. Dies gehe aus der erneuten Auswertung der abgehörten Telefongespräche von Temme hervor, dessen Anschlüsse vom 19. April 2006 bis zum 23. September 2006 von der Polizei überwacht wurden.

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Saudi-Arabien: 80 Milliarden Dollar für Waffen

US-Soldaten bilden saudische Marinekämpfer an einem Maschinengewehr aus. Foto: U.S. Marine Corps, Sgt. Rome M. Lazarus /gemeinfrei
In Abu Dhabi eröffnet morgen die International Defence Exhibition and Conference (IDEX), eine Schau modernster Waffen, in einer Region, die ziemlich nahe an Kriegs- und Krisengebieten ist und einem illustren Kreis kaufwilliger Kunden: Die vier größten „Defense Costumers“ – der Begriff Waffen wird derzeit gar nicht mehr oder nur mehr mit seinem Lacküberzug „Verteidigung“ genannt – aus der Region, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und Katar, haben im vergangenen Jahr insgesamt 109 Milliarden Dollar ins Militärbudget gesteckt.


Von Thomas Pany|TELEPOLIS

Saudi-Arabien ist der regionale Primus unter den Verteidigungsausgaben: 80 Milliarden Dollar im Jahr 2014. Das ist eine Steigerung von 43 Prozent gegenüber 2012, weltweit beinahe einzigartig – wenn nicht die USA und China wären, informiert das Wall Street Journal. Ob darin die Ausgabe für den Bau einer beinahe 1000 Kilometer langen High-Tech-Mauer an der Grenze zum Irak enthalten ist, was eine echte Verteidigungsausgabe ist, ist nicht aufgeführt.

Trotz nachlassender Öleinnahmen wegen fallender Preise und fallender Nachfrage hält das Königreich auch innenpolitisch an seinem Maxime fest, dass außer exemplarisch rigorosem Umgang mit Oppositionellen Geld die beste Waffe ist, um sozialen Frieden zu gewährleisten.

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Barbara Hendricks: Das strahlende Erbe im Land verteilen

Themenbild. Bild: brightsblog
Themenbild. Bild: brightsblog
Umweltministerin Barbara Hendricks will die Castoren aus Frankreich und Großbritannien auf ganz Deutschland verteilen, wenn sich kein Freiwilliger findet. Das schreibt sie in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel.


Von Barbara Hendricks|DER TAGESSPIEGEL

Als der Bundestag vor knapp vier Jahren den endgültigen Abschied Deutschlands von der Atomenergie besiegelte und damit die wenige Monate zuvor von der damaligen Koalition beschlossenen Laufzeitverlängerungen kassierte, ging ein Aufatmen durch die Republik. Nach vier Jahrzehnten erbittert geführter Auseinandersetzungen auf Bauplätzen, Straßen und in Parlamenten schien sich endlich die Chance zu bieten, befreit vom Ballast dieser Vergangenheit an den Umbau der Energieversorgung des Landes zu gehen. Inzwischen ist klar geworden, wie schwer es ist, alle Herausforderungen des Ausstiegs zu bewältigen.

Zu lang ist der Schatten der Atomkraft, zu tief die Wunden vergangener Auseinandersetzungen, zu langlebig ihr strahlendes Erbe, zu dicht das Interessengestrüpp ihrer Nutznießer.
Nach dem Zickzack-Kurs von Schwarz- Gelb stand zwar am Ende ein parteiübergreifend getragener Ausstiegsbeschluss, aber viele wichtige Randbedingungen wurden in der vergangenen Legislaturperiode nur mittels einer Schiebeverfügung gelöst. Im ersten Jahr nach meiner Amtsübernahme habe ich eine Reihe dieser offenen Baustellen schließen können, bei einigen sind wir einer Lösung näher gekommen, und bei anderen sind nach wie vor große Hürden zu überwinden.

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Evangelikale Fundamentalistin in Wissenschaftlichen Beirat berufen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat die Bonner Islamwissenschaftlerin Prof. Christine Schirrmacher in den zwölfköpfigen Wissenschaftlichen Beirat der Bundeszentrale für politische Bildung (Bonn) berufen. Sie wird dort vor allem ihr Fachwissen über den islamischen Extremismus und die Radikalisierung von Jugendlichen einbringen.


kath.net

Schirrmacher ist seit 15 Jahren Gastdozentin an der Akademie Auswärtiger Dienst des Auswärtigen Amtes und unterrichtet bei verschiedenen Sicherheitsbehörden auf Landes- und Bundesebene. Sie hält Gastvorlesungen an Universitäten in aller Welt, zuletzt in China, Weißrussland, Bulgarien und im Libanon. Die 52-Jährige ist auch Sprecherin und Beraterin für Islamfragen der Weltweiten Evangelischen Allianz, Mitglied im Hauptvorstand der Deutschen Evangelischen Allianz und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Islamfragen der Evangelischen Allianz in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Christen-Pfaffe erklärt den Islam

Pfarrer Karl-Hermann Gruhler. Archiv/schwäbische.de
Darf ein christlicher Geistlicher die Frage klären, inwieweit der Islam eine menschenfreundliche oder intolerante Religion ist? Pfarrer Karl-Hermann Gruhler will darüber beim Sonntags-halbzehn-Gottesdienst in der Albanskirche sprechen. Die Vorstände der muslimischen Gemeinden in Laichingen sind darüber nicht glücklich.


Von Johannes Rauneker|schwäbische.de

Dem evangelischen Pfarrer Karl-Hermann Gruhler ist bewusst, dass das Thema, welches er am Sonntag im Gottesdienst (ab 9.30Uhr) behandeln wird, „ein heißes Eisen“ ist. Es soll um die Frage gehen, welche Rolle die Religion des Islam spielt angesichts der Meldungen über den islamischen Terror und gleichzeitig dem friedvollen Zusammenleben von Millionen Muslimen mit Deutschen. Wie passt das zusammen? Zugespitzt hat Gruhler in seiner Gottesdienst-Einladung die Frage formuliert: „Ist der wahre Islam eine menschenfreundliche Religion oder ist etwas dran an der Behauptung, dass er im Kern aggressiv und intolerant ist?“

Als Halil Dinc, Vorsitzender der Laichinger Gemeinde der Alb-Mevlana-Moschee, diese Passage las, sei sie ihm „komisch“ vorgekommen. Er habe sich gefragt: „Wie kann man eine solche Frage klären, ohne dass man Vertreter des Islam dabei hat?“, sagt er der SZ und ergänzt: „Ich finde es blöd, wenn Religionsvertreter nicht miteinander, sondern übereinander reden.“ Auch die Wortwahl der Einladung hält er für ungeschickt, ja, sie könne dazu beitragen, Vorurteile zu schüren. Denn für Dinc stehe außer Frage: „Mit dem Islam als Religion hat der Terror im Namen des Islam nichts zu tun.“

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Kreationist Lennox: Politische Korrektheit ist intellektuelle Diktatur

John Lennox, Bild: wikimedia.org/CC BY 2.0
Die politische Korrektheit ist eine Art intellektueller Diktatur. Dieser Ansicht ist der britische Mathematikprofessor und Wissenschaftsphilosoph John Lennox von der Universität Oxford.


idea.de

Wie er in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) sagte, wird der christliche Glaube immer mehr zur Privatsache gemacht: „In England sind wir inzwischen manchmal so weit, dass man in öffentlichen Reden nicht einmal mehr Gott erwähnen darf.“ Hinzu komme, dass feststehende Begriffe schleichend mit neuen Inhalten gefüllt würden. Als Beispiel nannte er das Wort Toleranz. Das lateinische „tolerare“ habe ursprünglich bedeutet, dass man die Meinung eines anderen zwar nicht teile, ihm aber zugestehe, diese dennoch öffentlich zu äußern. Heutzutage bekomme „tolerieren“ immer stärker die Bedeutung, dass man gar nichts mehr sagen dürfe, was einen anderen verletzen könnte. „Das ist eine sehr gefährliche Tendenz“, so Lennox.

Malcolm X – Sein Weg in den Islam führte in den Tod

Der Bürgerrechtler Malcolm X kam als Malcolm Little 1925 in Detroit auf die Welt. Am 21. Februar 1965 wurde er von einem Mitglied der „Nation of Islam“ erschossen Foto: dpa
Auch 50 Jahre nach seiner Ermordung: Das Leben des Malcolm X erzählt uns, was passiert, wenn Rassenbefreiung und Religionsfanatismus zusammenkommen. Und was Zorn in Detroit mit Neukölln zu tun hat.


Von Frédéric Schwilden|DIE WELT

Die No-Go-Zonen, die die afrikanische Gemeinde Berlin zur Fußball-WM 2006 im eigenen Land ausruft, sind vergessen. Beizeiten scheint der Diskurs darüber, ob Didi Hallervorden in Berliner U-Bahn-Wagen die Station Mohrenstraße nun ansagen darf und ob diese Straße überhaupt noch so heißen soll, mehr merkwürdig als progressiv. Wir befinden uns in einer Post-Post-Welt (Post-Staatsreligion, Post-Frauenbewegung, Post-Sexismus, Post-Rassentrennung, Post-Holocaust sind abgelöst).

Es geht wieder von vorne los, mit alten Staatsreligionen, die neu erzwungen werden. Mit alter Diskriminierung, die neu auflebt. Mit alter Segregation, reloaded. Deswegen schadet es nicht, die erste deutsche Malcolm-X-Biografie (verfasst von Britta Waldschmidt-Nelson, stellvertretende Direktorin des Deutschen Historischen Instituts in Washington D. C. und Professorin für amerikanische Geschichte und Kultur an der LMU München) zu befragen. Im Post-Post-Zeitalter den alten Malcolm X aus neuer deutscher Sicht zu lesen.

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Frankreich: Katholen-Kreuzzug gegen Seitensprung-Plattform Gledeen

Screenshot BB
Screenshot BB
Katholiken rufen zum Kreuzzug gegen den digital organisierten Ehebruch. In Frankreich klagen sie gegen die Seitensprung-Plattform Gleeden. Deren Werbung in der Pariser Metró verstoße gegen das Gesetz.


Von Stefan Simons|SpON

„Ein Liebhaber kostet die Sozialversicherung nichts – anders als ein Antidepressivum…“: Mit derart eindeutigen Slogans offeriert die Seitensprungplattform Gleeden.com in Frankreich ihre Dienstleistungen – die diskrete Vermittlung von außerehelichen Abenteuern. „Die erste außereheliche Vermittlungsseite, von Frauen entworfen“, so das Werbemotto auf der deutschen Version der Gledeen-Webseite.

Nun sorgt die bonbonbunte Werbung für die Agentur, plakatiert in der Pariser Metro und an Bushaltestellen im Großraum der Hauptstadt, selbst im wenig prüden Frankreich für Aufregung. Schon vor vier Jahren gab es einmal Proteste, nun machen U-Bahnkunden, Bürgermeister und Abgeordnete gegen ihrer Meinung nach unanständige Plakate mobil: Etwa den angebissenen Apfel, der an Eva im Paradies erinnert, versehen mit dem Kommentar: „Wer treu bleibt, täuscht sich manchmal am meisten.“

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Bischof Algermissen fordert umfassendes Verbot von Sterbehilfe – see a doctor

Katholiban "Großstadt-Mission" in elf Städten Europas

Für ein umfassendes Verbot jeder Förderung des Suizids hat sich der katholische Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen ausgesprochen.


evangelisch.de

Dies wäre ein Signal dafür, dass die Gesellschaft auf der Seite des Lebens stehe, schreibt Algermissen in einem Fastenhirtenbrief, der an diesem Sonntag in allen katholischen Kirchen des Bistums Fulda verlesenen werden soll. Eine Gesellschaft, die achselzuckend auf das Selbstbestimmungsrecht verweise, wenn sich jemand umbringe, sei nicht frei, sondern zynisch.

Algermissen äußerte sich vor dem Hintergrund der Debatte um ein geplantes Gesetz zur Sterbehilfe, das der Deutsche Bundestag im Herbst verabschieden will. Es sei gut, dass alle Gesetzentwürfe ein klares Bekenntnis zur Palliativmedizin und Hospizarbeit enthielten. Auch die Tötung auf Verlangen sei in den Gesetzentwürfen weithin ein Tabu. Allerdings seien die bisher vorgelegten Gruppenanträge und Gesetzentwürfe noch nicht klar genug in der Absage an jegliche Suizidunterstützung, heißt es in dem Schreiben weiter.

Dürnstein: Experten diskutierten Frage nach Zukunft der Religion

Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Darum geht es in allen Religionen. Bild: AAA
Wie steht es um die Zukunft der Religion? Und was macht Religionen zukunftsfähig? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer Podiumsdiskussion am Freitagabend zum Ende des heurigen „Symposion Dürnstein“.


kathweb

Auf die Aktualität dieses Themas verwies der in Münster lehrende islamische Theologe Mouhanad Khorchide. So drängten nicht zuletzt mit dem Islam in Verbindung gebrachte Gewaltexzesse im Nahen Osten die Muslime zu einer Klärung: „Unter den Muslimen fragen sich immer mehr: Welchen Islam brauchen wir? Welcher Islam hat Zukunft?“ Der Dschihadismus sei ein Minderheitenphänomen, so Khorchide. Dagegen sei die überwiegende Mehrheit der Muslime auf der „Suche nach sich selbst und nach Anerkennung“. Zukunft habe nur eine Religion, die Antworten auf Sinnfragen „jenseits von Leistungswerten“ biete.

Die Ambivalenz der Frage nach der Zukunft der Religion unterstrich hingegen die Wiener Religionssoziologin Regina Polak. Die Frage „spaltet die Menschen“, so Polak. So habe bereits die Wertestudie im Jahr 2008 dieses ambivalente Potenzial von Religion aufgezeigt: Zum einen wurzeln alle Grundthemen des Lebens in der Religion, so Polak, die Studie habe aber ebenso gezeigt, dass religiöse Menschen autoritärer, fremdenfeindlicher und weniger tolerant sind als nicht-religiös geprägte Menschen“. Religion brauche daher eine „Kontextualisierung“ und müsse sich in einer „Mystik im Alltag“ bewähren, um so ihre positiven Seiten zu entfalten. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass Religion zu einem Götzendienst mutiert.

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«liberale Religion heute»: Im Meer der Freiheit

Carlin_ReligionAls er Anfang Februar 1923 in Berlin starb, sah sich sogar die «New York Times» veranlasst, einen Nachruf auf Ernst Troeltsch zu publizieren.


Von Uwe Justus Wenzel|Neue Zürcher Zeitung

In Deutschland zählte seinerzeit der liberale protestantische Theologe und Kulturphilosoph, der nach der Novemberrevolution von 1919 bis 1921 für die Deutsche Demokratische Partei der verfassunggebenden Preussischen Landesversammlung angehörte, zu den bedeutendsten Gelehrten und einflussreichsten Intellektuellen. Im Jahr (und in der Woche) des hundertfünfzigsten Geburtstages ihres Namensgebers und Leitsterns hat die Ernst-Troeltsch-Gesellschaft vor einigen Tagen in Augsburg einen Kongress veranstaltet, dessen Themenfokus der Aktualität nicht entbehrte: «Freiheitsglaube. Liberale Religion heute». «Liberale Religionskulturen», so der langjährige Präsident der Gesellschaft, der Münchner Theologe Friedrich Wilhelm Graf, im Exposé des Kongressprogramms, zeichneten sich dadurch aus, «dass sie ihre Symboltraditionen in den Dienst der Verwirklichung von Freiheit stellen».

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