Barbara Hendricks: Das strahlende Erbe im Land verteilen


Themenbild. Bild: brightsblog
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Umweltministerin Barbara Hendricks will die Castoren aus Frankreich und Großbritannien auf ganz Deutschland verteilen, wenn sich kein Freiwilliger findet. Das schreibt sie in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel.


Von Barbara Hendricks|DER TAGESSPIEGEL

Als der Bundestag vor knapp vier Jahren den endgültigen Abschied Deutschlands von der Atomenergie besiegelte und damit die wenige Monate zuvor von der damaligen Koalition beschlossenen Laufzeitverlängerungen kassierte, ging ein Aufatmen durch die Republik. Nach vier Jahrzehnten erbittert geführter Auseinandersetzungen auf Bauplätzen, Straßen und in Parlamenten schien sich endlich die Chance zu bieten, befreit vom Ballast dieser Vergangenheit an den Umbau der Energieversorgung des Landes zu gehen. Inzwischen ist klar geworden, wie schwer es ist, alle Herausforderungen des Ausstiegs zu bewältigen.

Zu lang ist der Schatten der Atomkraft, zu tief die Wunden vergangener Auseinandersetzungen, zu langlebig ihr strahlendes Erbe, zu dicht das Interessengestrüpp ihrer Nutznießer.
Nach dem Zickzack-Kurs von Schwarz- Gelb stand zwar am Ende ein parteiübergreifend getragener Ausstiegsbeschluss, aber viele wichtige Randbedingungen wurden in der vergangenen Legislaturperiode nur mittels einer Schiebeverfügung gelöst. Im ersten Jahr nach meiner Amtsübernahme habe ich eine Reihe dieser offenen Baustellen schließen können, bei einigen sind wir einer Lösung näher gekommen, und bei anderen sind nach wie vor große Hürden zu überwinden.

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