Die Allianz der „Wutchristen“ und Rechtspopulisten


Auf etlichen islamfeindlichen Protestzügen fänden sich konservative Christen und Rechtspopulisten zusammen, schreibt Spiegel-Autor Peter Wensierski Foto: Autumn colors | CC BY-NC 2.0
Die Kirchen sehen sich mit einem neuartigen Problem konfrontiert: Konservative Gläubige und Rechtspopulisten verfolgen gleiche Ziele. Das berichtet das Magazin Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe.


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„Der Priester und die Glatzen: eine seltsame Allianz hat sich gebildet“, schreibt Peter Wensierski vom Spiegel. Damit meint er Rechtsextreme, Hooligans, NPD-Anhänger und Seelsorger wie Paul Spätling. Diesem entzog Münsteraner Bischof Felix Genn im Januar die Predigterlaubnis, da er sich Pegida-Anhängern in Duisburg angeschlossen hatte.

„Wutchristen“ und Rechtspopulisten in gemeinsamer Sache – dieses Phänomen überschatte derzeit die Gesellschaft. Auf zahlreichen islamfeindlichen Protestzügen vor allem im Osten Deutschlands trete diese Allianz auf. Sachsens Bischof Jochen Bohl forderte vorerst Verständnis und Dialog – „wohl aus Rücksicht auf die Evangelikalen in seinem Bistum, die im ‚Bibelgürtel’ vom Erzgebirge bis zum Vogtland beheimatet“ seien, heißt es im Spiegel. Allerdings gehört Bohl der evangelischen Kirche an und steht als Landesbischof an der Spitze der Sächsischen Landeskirche – nicht eines Bistums.

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