„Jeder demokratische Staat muss im Grundsatz säkular sein“


Es ist der 9. Mai 2011, der Unabhängigkeitstag in Israel und ein orthodoxer Jude mit Hut telefoniert und blickt dabei auf den Boden, im Hintergrund die israelische Flagge, bestehend aus Lichterketten in der alten Stadt Jerusalem ( imago/UPI Photo)
In der Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden in Berlin fand diese Woche eine Podiumsdiskussion statt, die der Rolle der Religion in Deutschland und in Israel noch einmal auf den Grund gehen wollte. Wir haben für Sie die Höhepunkte dieser Diskussion zusammengefasst


Moderation: Sebastian Engelbrecht|Deutschlandradio Kultur

Philipp Gessler: Am Montag fand in der Bertelsmann-Repräsentanz Unter den Linden in Berlin eine Podiumsdiskussion statt, die der Rolle der Religion in Deutschland und in Israel noch einmal auf den Grund gehen wollte. Es diskutierten Rabbiner Tuvia Ben-Chorin von der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Professor Micha Brumlik vom Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg, Ellen Ueberschär, die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags sowie Professor Rainer Kampling vom Seminar für katholische Theologie der Freien Universität Berlin.

Moderiert hat die Diskussion Sebastian Engelbrecht vom Deutschlandradio. Wir haben für Sie die Höhepunkte dieser Diskussion zusammengefasst! Der Israel-Experte Stephan Vopel von der Bertelsmann Stiftung hat in den Abend eingeführt.

Stephan Vopel: Lassen Sie mich mit einer persönlichen Bemerkung beginnen! Es ist keineswegs selbstverständlich, denke ich, dass wir heute so miteinander sprechen können, Deutsche und Israelis. 70 Jahre nach dem Holocaust, 70 Jahre nach dem Kriegsende, 50 Jahre nach Aufnahme diplomatischer Beziehungen ist es meiner Meinung nach ein kleines Wunder, wie gut, wie eng und in großen Teilen wie vertrauensvoll die Beziehungen zwischen Deutschland Israel und letztendlich die Beziehungen zwischen vielen Deutschen und vielen Israelis sind. Und das ist ein bisschen wie das halb volle oder halb leere Glas Wasser und ich glaube, wir werden immer wieder auch diese beiden Facetten nebeneinander abwiegen. Wir stehen aber hier auf einem keineswegs sicheren und unerschütterlichen Boden.

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2 Comments

  1. Dem Titel ist nichts mehr hinzuzufügen. (Außer vielleicht, dass man zur Umsetzung auch klardenkende, religiotsunabhängige Verantwortliche braucht. 😉 )

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