Gott ist (k)eine Option


Die Kirchen verlieren ihre Mitglieder, aber ihre Botschaft ist nach wie vor wichtig für die Gesellschaft Foto: Flickr/Trachtenland Hessen | CC BY-NC 2.0
Ohne Gott ist alles sinnlos. Das könnte die zentrale Botschaft der Kirchen in der Zukunft sein, stellt die Welt am Sonntag fest. Denn wenn Religion beliebig wählbar ist, wächst auch die Angst vor Fehlentscheidungen.


pro Medienmagazin

Die Katholische Kirche verliert ebenso wie die Evangelische immer mehr ihrer Mitglieder. Nicht einmal mehr die Hälfte der deutschen Bevölkerung gehört einer der beiden Großkirchen an, über 200.000 Menschen haben im vergangenen Jahr die Evangelische Kirche verlassen. Gleichzeitig „wird das Angebot der Freikirchen und Sekten, der Yogagurus und ‚Biodanza‘-Lehrer immer bunter“, schreibt die Wochenzeitung Welt am Sonntag.

Schmerzlich sei für die Volkskirchen die „Stabilität besonders glaubensfester christlicher Gruppen“. Zwar versammelten sich in den sechs größten Freikirchen insgesamt nur etwa 600.000 Gläubige – im Gegensatz zu 24,2 Millionen in der Katholischen und 23,4 Millionen in der Evangelischen Kirche. Doch die „Selbstgewissheit und Dynamik“ der Freikirchen beunruhige die großen kirchlichen Instititionen ebenso wie das „Selbstbewusstsein der Deutschen Evangelischen Allianz“. Zu diesem Netzwerk zählten sich rund 1,3 Millionen Christen, die einen bibeltreuen Protestantismus und politisch konservative Positionen verträten – jedoch mit variierender Radikalität.

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