Satire: „Vater, vergib ihnen“ – heult doch


Religiöse Rituale mögen seltsam anmuten, doch für Gläubige haben sie eine große Bedeutung. Deshalb kann Satire über Religion sehr verletzend sein Foto: flickr/Lawrence OP | CC BY-NC 2.0
Wenn Satire religiöse Menschen beleidigt, ist das Meinungsfreiheit. Mit Respekt hat es oft wenig zu tun. Eine ZDF-Sendung stellt die Frage: „Kann man Gott beleidigen?“, und zeigt, wie Gläubige damit umgehen können.


Von Jonathan Steinert|pro Medienmagazin

Die Fastenzeit hat begonnen und die Evangelische Kirche hat ihre Fastenaktion dieses Jahr unter das Motto gestellt „Sieben Wochen ohne Runtermachen“. Das lässt sich auch auf den Umgang mit Menschen anderen Glaubens beziehen. Die ZDF-Sendung „sonntags TV fürs Leben“ hat das zum Anlass genommen, danach zu fragen, was eigentlich Gotteslästerung ist und ob man Gott überhaupt beleidigen kann.

Das halbstündige Magazin schlägt einen Bogen von den Anschlägen auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo über Religionskritik bei Karnevalsumzügen, psychlogische und rechtliche Fragen von Blasphemie bis hin zu einem christlich-islamischen Frauenkreis, in dem es um gegenseitiges Verständnis statt Verurteilung geht.

Dabei wird deutlich: Wenn Satire sich über Religion lustig macht, ist das Meinungsfreiheit. Menschen können sich davon sehr verletzt fühlen. Aber Gott kann man nicht beleidigen. Der Beitrag verdeutlicht auf differenzierte Weise die Spannung zwischen freier Meinungsäußerung und Respekt gegenüber Menschen mit anderen Moral- und Glaubensvorstellungen.

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