Bombardierung Dresdens: „Pyro-Technik ist kein Verbrechen“


Blick vom Turm der Kreuzkirche auf die durch die Luftangriffe zerstörte Innenstadt Dresdens. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0 de
Viel Kritik hat ein Bild ausgelöst, das der sächsische Nachwuchspolitiker Johann Dulig (SPD) in einem sozialen Netzwerk geteilt hat. Darauf ist ein britischer Bomber abgebildet, der seine Fracht abwirft.


kath.net

Darunter ist das zerstörte Dresden zu sehen. Dazwischen steht: „Pyro-Technik ist kein Verbrechen!!! Deutsche Kurven abfackeln!!!“ Mit dem mittlerweile gelöschten Bild habe er dagegen protestieren wollen, dass „alte und neue Nazis“ den 13. Februar – den Jahrestag der Zerstörung der sächsischen Landeshauptstadt – vereinnahmen wollen, erklärte Dulig. Dresden sei eben auch eine Täterstadt gewesen, so der 20-Jährige, der im Vorstand des SPD-Unterbezirks Meißen sitzt. Er ist der älteste Sohn des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig (SPD). Die Jugendorganisation der „Alternative für Deutschland“, die „Junge Alternative“, forderte den Rücktritt des Meißener Kreisrats. „Dieses Verhalten von Johann Dulig ist menschlich und politisch betrachtet in höchstem Maße verwerflich“, schreiben die Landesvorsitzende Franziska Schreiber und der Meißener Kreisvorsitzende Peter Baier in einer Erklärung. Mit diesen Aussagen würden Zehntausende ziviler Todesopfer und deren Angehörige entwürdigt. Darüber hinaus seien solche Aussprüche gewaltverherrlichend und bekräftigten Duligs offensichtliche Nähe zum linksradikalen Milieu.

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