Dodo Marx verteidigt Kirchenasyl


Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,
Reinhard Marx, Chef der Deutschen Bischofskonferenz,
Kirchenasyl, Soziale Medien, Familiensynode und Dialogprozess. Das Programm der katholischen Bischöfe, die am Montag zu ihrer Frühjahrsversammlung in Hildesheim zusammengekommen sind, ist vielfältig und dicht.


evangelisch.de

Zu Beginn der Frühjahrsvollversammlung der katholischen Bischöfe in Hildesheim hat Kardinal Reinhard Marx die gängige Praxis des Kirchenasyls verteidigt. Das Kirchenasyl sei eine „Tradition, die sich in den letzten Jahren gut entwickelt hat“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz am Montag in Hildesheim. Zugleich betonte er, es bestehe kein Rechtsanspruch auf das Kirchenasyl. Bei der Vollversammlung, die bis zum Donnerstag tagt, sollen auch drei Delegierte für die ordentliche Familiensynode im Herbst im Vatikan gewählt werden.

Zum Thema Kirchenasyl sagte Marx: Die katholische Kirche wolle nicht als Staat im Staat den Rechtsstaat aushebeln. Vielmehr gehe es darum, die Einzelfälle in den Blick zu nehmen. Die seit etwa einem Jahr steigenden Zahlen hatten für heftige Kritik bei Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gesorgt. Er sei „prinzipiell und fundamental“ gegen das Kirchenasyl, sagte er. Inzwischen gibt es nach Angaben der Ökumenischen Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ 226 Kirchenasyle mit mindestens 411 Flüchtlingen, wie die Zeitung „Die Welt“ (Montagsausgabe) berichtete. Anfang 2014 waren es lediglich 34 Kirchenasyle.

weiterlesen

1 Comment

  1. Asylgewährung hat ausschließlich eine Angelegenheit des Staates zu sein. Dem Klerus geht es in der Asylfrage bestimmt nicht so sehr um angebliche „Barmherzigkeit“, als um den dreisten Versuch, den „traditionellen“ Anspruch auf Macht“, hochzuhalten.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.