Haben Sie was zur Geschichte des Kreationismus?


Themenbild. meduniwien.ac.at
Seit 2012 gibt es ihn, diesen Hort für die Neue Rechte. Die »Bibliothek des Konservatismus« am Zoologischen Garten zieht AfDler genauso an wie Geschichtsklitterer.


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Die politische Mitte scheint sich in Deutschland in den letzten ein oder zwei Jahren noch einmal spürbar nach rechts verschoben zu haben. Marsch für das Leben, Pegida, Alternative für Deutschland – an gleich mehreren Fronten hat die politische Rechte merklich an Boden gewonnen. All das ist kein Zufall, es sind vielmehr erste Früchte einer bewussten Einflussnahme vonseiten der sogenannten Neuen Rechten.

Ein bedeutender Knotenpunkt im Netzwerk der Neuen Rechten in Deutschland, der bislang bei Weitem nicht die kritische Aufmerksamkeit bekommen hat, die er verdient hätte, ist die Bibliothek des Konservatismus nahe dem Bahnhof Zoo in Berlin-Charlottenburg. Seit November 2011 steht dort in der Fasanenstraße 4 der geneigten Öffentlichkeit eine beträchtliche Auswahl vor allem alt- und neurechter Schriften zur Verfügung. Wichtiger jedoch als das literarische Angebot ist die Bedeutung der Räumlichkeiten der Bibliothek als Veranstaltungsort.

Anfang des Monats zum Beispiel luden dort AfD und deren Jugendorganisation Junge Alternative (JA) zu einer Diskussionsveranstaltung. Im November sprach der Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach (CDU) über Konservatismus. Am 26. März soll der Saarbrücker Jurist Björn Schumacher über den alliierten »Luftkrieg als Tribunal« dozieren – ein Thema, über das er bereits 2008 im rechten Ares Verlag aus Österreich ein Buch veröffentlicht hat.

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