De Maizière nimmt seinen Scharia-Vergleich zurück


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Im Streit über die drastisch steigenden Zahlen beim Kirchenasyl will Innenminister Thomas de Maizière „verbal abrüsten“. In der Sache bleibt er allerdings hart. Die Kirchen sollen sich bewegen.


Von Manuel Bewarder, Karsten Kammholz, Martin Lutz|DIE WELT

m Streit über das Kirchenasyl geht Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf die Kirchen zu. „Den Scharia-Vergleich möchte ich zurücknehmen, auch wenn ich hier teilweise falsch verstanden wurde“, sagte der Minister der „Welt“. Er sei dafür, „verbal abzurüsten, wie es ein Kirchenvertreter formuliert hat“.

De Maizière hatte Anfang Februar im Deutschlandfunk vor einem Missbrauch des Kirchenasyls gewarnt und hinzugefügt, dass auch Muslime nicht argumentieren dürften, dass für sie die Scharia über deutschen Gesetzen stehe. Er erklärte nun, dass er das Kirchenasyl unter Bedingungen auch künftig akzeptieren will. Wenn man ein paar Einzelfälle hinnehme und den Kirchen vertraue, dass sie solche Fälle wieder in ein rechtliches Verfahren eingliedern, dann fände er das noch in Ordnung, sagte der Minister. „Unter diesen Bedingungen habe ich nicht die Absicht, das Kirchenasyl zu beenden“, stellte er klar.

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