„Perelandra-Trilogie“: Christlicher Blick ins Universum


Denkmal für C. S. Lewis von Ross Wilson in Belfast. Bild: wikimedia.org/CC BY 2.0
Mit der „Perelandra-Trilogie“ schuf der bekannte christliche Schriftsteller C.S. Lewis einen Gegenentwurf zur üblichen Science Fiction. Sein dramaturgischer Trick: er vertauschte einfach den Blickwinkel. Nicht die Außerirdischen sind die Bösen, sondern die Erde erscheint als der große Kampfplatz des Universums, wo Christen gegen „die böse Macht“ aufstehen müssen.


Von Gudrun Trausmuth|Die Tagespost

Erlebt der große christliche Autor C.S. Lewis (1898–1963) in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt dadurch, dass Hollywood seine Kinderbuchserie über das Land „Narnia“ entdeckt hat – eine Renaissance, so kann man, selbst bei fortgeschrittenen Lewis-Lesern eine gewisse Zurückhaltung in Bezug auf seine „Perelandra-Trilogie“ entdecken. Dies hängt oft damit zusammen, dass dieses Werk dem Genre „Science Fiction“ zugeordnet wird: Die Handlung spielt am Mars, auf der Venus und auf der Erde, reale wissenschaftliche Möglichkeiten werden mit Phantastischem vermengt, Entwicklungstendenzen der Entstehungszeit (1938–45) weitergesponnen. Wenn Science Fiction eine Assoziation mit seichten und stilistisch minderen Texten auslöst, so kann jedoch dem philosophisch ambitionierten Autor von literarischen Meisterwerken wie „Die große Scheidung“ (1945) oder den „Narnia-Chroniken“ (1950–1956) vertraut werden, dass sein Beitrag geeignet ist, einem legitimerweise skeptisch betrachteten Genre eine ganz neue qualitative Dimension hinzuzufügen.

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