Personen-Kult um Dodo Käßmann


Margot-KässmannWer trotz offensichtlicher Verfehlungen an seinem Amt klebt, dem wird häufig die Gradlinigkeit Margot Käßmanns bei ihrem Rücktritt im Februar 2010 als Spiegel vorgehalten. Die Theologin ist weiter prominent und populär.


Von Karsten Frerich|evangelisch.de

Am Ende ihrer nicht einmal vierminütigen Erklärung nickt Margot Käßmann energisch. Trotz müder Augen ist in ihrem Gesicht Erleichterung zu erkennen. Am 24. Februar 2010 scheint die Karriere der populären Theologin mit den kurzen schwarzen Haaren beendet. Im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat sie soeben ihren Rücktritt als EKD-Ratsvorsitzende und hannoversche Landesbischöfin erklärt.

Vier Tage zuvor hatte sie unter Alkoholeinfluss am Steuer ihres Dienstwagens eine rote Ampel überfahren. Der Fall wurde öffentlich – und die Glaubwürdigkeit der obersten Repräsentantin der deutschen Protestanten stand infrage. „Die Freiheit, ethische und politische Herausforderungen zu benennen und zu beurteilen, hätte ich in Zukunft nicht mehr so, wie ich sie hatte“, schlussfolgerte Käßmann.

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2 Comments

  1. Wenn es eines Beweises Bedarf, dass ein Theologie Studium zu totaler Verdummung führt, dann bitte Frau Käsmann.

    “Was ein Theologe als wahr empfindet, das muss falsch sein: man hat daran beinahe ein Kriterium der Wahrheit.” (Friedrich Nietzsche, Der Antichrist 1894)

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