Türkei: IS-Werber setzen Flüchtlinge unter Druck


Bild: nationalreview.com
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Angehörige eines ermordeten Exil-Tschetschenen machen daruf aufmerksam, dass das Opfer sich mit Islamisten angelegt hatte, die Kämpfer für den IS werben.


Von Wolfgang Pomrehn|TELEPOLIS

Auf Seiten des sogenannten Islamischen Staates (IS) kämpfen in Syrien nicht nur Europäer, sondern auch zahlreiche Kaukasier und Bürger der zentralasiatischen Republiken. Peter Lee, der regelmäßig auf Asia Times online über die dortige Region schreibt, berichtet auf seinem Blog „China Matters“, dass es bisher keine Hinweise auf Uiguren aus Chinas westlicher Unruhe-Provinz Xinjiang in den IS-Reihen gäbe. Allerdings befürchtet er, dass Exil-Uiguren in der Türkei für den IS angeworben werden könnten. Bisher sei aber lediglich von einem chinesischen Bürger, einem Hui, bekannt, dass er sich dem IS angeschlossen habe.

Die Huis bilden eine über ganz China verteilte moslemische Minderheit, die die gleiche Sprache wie die Mehrheitsgesellschaft spricht. Bei den Uiguren handelt es sich hingegen um eine turk-sprachige nationale Minderheit im Westen des Landes, die überwiegend dem Islam anhängt. Die türkische Führung versteht sich als Schutzmacht für die Turk-Völker Zentralasiens und bietet Exil-Uiguren einen sicheren Hafen.

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