Antisemitismus in Deutschland: Zentralrat der Juden rät vom Tragen der Kippa ab


Bild: brightsblog
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Ist es in Vierteln mit vielen muslimischen Einwohnern gefährlich, sich eindeutig als Jude zu zeigen? Der Präsident des Zentralrats der Juden findet ja – und rät vom Tragen der traditionellen Kopfbedeckung ab.


SpON

Der Präsident des Zentralrats der Juden warnt vor dem Tragen der traditionellen jüdischen Kopfbedeckung in „Problemvierteln“: Juden sollten sich zwar nicht aus Angst verstecken, sagte Josef Schuster im Inforadio des rbb. Die meisten jüdischen Einrichtungen seien zudem gut gesichert. Die Frage sei aber, „ob es tatsächlich sinnvoll ist, sich in Problemvierteln, in Vierteln mit einem hohen muslimischen Anteil, als Jude durch das Tragen der Kippa zu erkennen zu geben.“

Schuster legte jüdischen Gläubigen für solche Fälle nahe, „eine andere Kopfbedeckung“ zu erwägen. Es sei eine Entwicklung, die er so vor fünf Jahren nicht erwartet habe – und die auch ein wenig erschreckend sei, so Schuster.

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