Bischof: Türkei hindert Christen an Flucht vor IS


Bild: nationalreview.com
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Der syrisch-katholische Erzbischof erhebt nach der Entführung assyrischer Christen durch die Jihadisten-Miliz schwere Vorwürfe gegen Ankara.


Die Presse

Nach der Entführung von nach jüngsten Angaben fast 270 assyrischen Christen durch die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) hat der syrisch-katholische Erzbischof Jacques Behnan Hindo der Türkei vorgeworfen, Christen an der Flucht über die Grenze zu hindern. Jeden Tag müssten Familien per Flugzeug aus Damaskus fliehen, weil ihnen andere Wege abgeschnitten seien, so der Erzbischof von Hassaka-Nisibi am Mittwoch.

Gleichzeitig aber lasse die Türkei „Lastwagen, Kämpfer des IS, gestohlenes Öl aus Syrien, Weizen und Baumwolle durch“, kritisierte er gegenüber dem Sender Radio Vatikan. Der Erzbischof forderte zudem das Rote Kreuz auf, seinem islamischen Pendant Roter Halbmond kein Geld mehr zur Verfügung zu stellen. Dieser gebe nichts von der Unterstützung an die Christen weiter, sagte er.

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