Deutsche Bischöfe: „Islamischer Staat“ muss gestoppt werden


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Ende der Bischofskonferenz-Vollversammlung: Kardinal Marx lobt Merkel-Einsatz für Frieden in der Ukraine – Profilschärfung bei Caritas und Schulen, Bilanzoffenlegen aller Diözesen 2016


kathweb

Die katholischen Bischöfe Deutschlands haben ihre Bundesregierung und die internationale Staatengemeinschaft zu einem energischen Eingreifen gegen den Terror des „Islamischen Staates“ (IS) aufgeordert. Verhandlungen mit der Gruppe seien „offenbar sinnlos“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Donnerstag zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe in Hildesheim.

Die Entwicklung nehme „dramatische Formen“ an, sagte Marx mit Blick auf die Ermordung von 21 koptisch-orthodoxen Christen aus Ägypten durch IS-Sympathisanten in Libyen und die Entführung von mutmaßlich mehr als 250 Christen im Norden Syriens. Die vom IS ausgegebenen Parolen im Stile von „Wir erobern Rom“ nannte Marx „erschreckend“. Die Kirche könne die Politik nur „ermutigen, ja auffordern“, dem Treiben der Terroristen ein Ende zu setzen.

Besorgt äußerten sich die Bischöfe zur humanitären Lage im Gazastreifen nach den jüngsten bewaffneten Auseinandersetzungen. Nach menschlichem Ermessen seien Israelis und Palästinenser von einem echten Frieden derzeit „weiter entfernt denn je“, hieß es in der abschließenden Mitteilung. Die „gewalttätigen Strategie“ der radikalislamischen Hamas müsse ebenso ein Ende finden wie „die Arrondierung des international nicht anerkannten Grenzverlaufs zwischen Israel und dem Westjordanland“ und der fortgesetzte israelische Siedlungsbau.

Würdigung für Merkels Ukraine-Einsatz

In Hinblick auf den Ukraine-Konflikt würdigte Marx das Engagement von Bundeskanzlerin Merkel (CDU) für den Frieden. Das Wichtigste in der dramatischen Lage in der Ostukraine sei es, dass die Waffen schweigen. Dazu habe die Kanzlerin mit ihrem beachtlichen persönlichen Engagement beigetragen.

Marx betonte, er sei persönlich zutiefst erschüttert darüber, dass 100 Jahre nach dem Ersten Weltkrieg der Krieg nach Europa zurückgekehrt sei. Die Bischöfe lehnten jede gewaltsame Veränderung der Grenzen ab, die völkerrechtswidrige Annexion der Krim und die Einmischung Russlands in die inneren Angelegenheiten der Ukraine seien klar zu verurteilen.

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