Schweden: Von Negerfinken und Lappenmeisen


Hottentottenente. Bild: Guérin Nicolas/CC-BY-3.0
Der schwedische Orinthologieverein hatte sich sieben Jahre lang die Mühe gemacht, allen Vögeln der Welt, das heißt 10.709 Arten, schwedische Namen zu geben oder deren Namen zu überdenken. Teils wurden neue Namen kreiert, alte verändert.


Von Jens Mattern|TELEPOLIS

Einige alte Bezeichnungen kamen auf den politischen Prüfstand. Rassistisch klingende Namen wurden aussortiert. So kam „Negerfink“ auf den Index, die „Hottentottenente“, die auf Deutsch ebenso heißt, wurde aus dem Sprachgebrauch gebannt, ebenso erging es dem südamerikanischen „Zigeunervogel“, der nun den indianischen Namen „Hoatzin“ bekam, und dem „Kaffernsegler“, der nun zum „Weißbürzelsegler“ getauft wurde.

„In Südafrika ist das Wort Kaffer verboten, da es dort als Hetze gegen eine Volksgruppe interpretiert wird“, erklärt Erling Jyler, Chef des Taxonomie-Ausschusses.

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