Al-Nur-Moschee in Berlin: Härte gegen Islamisten! Respekt vor dem Islam!


Gebet-islamAntisemitismus, Rassenhass, Aufruf zur Gewalt: Das ist verboten und sollte streng geahndet werden. Chauvinismus, Religionsspott, Homophobie: Das bewegt sich zumeist im Rahmen zulässiger Meinungsäußerungen.


Von Malte Lehming|DER TAGESSPIEGEL

Manchmal dreht sich etwas sehr Kleines um etwas sehr Grundsätzliches. Die Bezirksverordneten von Berlin-Neukölln wollen den Trägerverein der Al-Nur-Moschee verbieten lassen. Der Ärger über diese Moschee ist verständlich. Dort werden reaktionäre, antisemitische und frauenverachtende Predigten gehalten. Solche Positionen stehen außerhalb dessen, worüber im 21. Jahrhundert in einem westlichen Land zu streiten lohnt.

Dennoch muss genau unterschieden werden zwischen verbotenen und unerwünschten Äußerungen.
Antisemitismus, Rassenhass, Aufruf zur Gewalt: Das ist verboten und sollte streng geahndet werden. Chauvinismus, Religionsspott, Homophobie: Das bewegt sich zumeist im Rahmen zulässiger Meinungsäußerungen. Die freilich können sehr weh tun. Das Recht darauf, anderen Menschen durch Zeichnungen, Predigten, Kritik, Polemik und Satire weh tun zu dürfen, wurde nach dem Attentat auf Redakteure von „Charlie Hebdo“ nachdrücklich verteidigt. Und als ein Pastor in Bremen vor kurzem kräftig gegen andere Religionen wetterte, erklärte anschließend der Gemeindevorstand, man sei „dankbar für die klare, bibelorientierte Wortverkündigung“.

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