Intelligenzbestien


Juliane Bräuer Klüger als wir denken  Verlag: Springer Spektrum, Berlin und Heidelberg 2014 19,99 €
Juliane Bräuer
Klüger als wir denken
Verlag: Springer Spektrum, Berlin und Heidelberg 2014
19,99 €
Was unterscheidet den Menschen vom Tier? Diese Frage, mit der Juliane Bräuer ihr Buch über die tierische Intelligenz einleitet, gehört in der Tat zu den spannendsten in der Biologie. Traute man „der Kreatur“ jahrhundertelang intellektuell so gut wie nichts zu, zeigen die Ergebnisse der vergleichenden Kognitionsforschung, zu welch erstaunlichen Leistungen Tiere fähig sind. Der Titel bringt die Botschaft des Buchs auf den Punkt: Sie sind „klüger als wir denken“.


Von Andreas Jahn|Spektrum.de

Bräuer ist Biologin und forscht am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig. Sie gliedert ihr Werk in zwei Teile. Im ersten geht es darum, wie Tiere ihre physikalische Umwelt wahrnehmen. Der umfassendere zweite behandelt die soziale Kognition, also die Fähigkeit, mit anderen Individuen zu interagieren.

Die Autorin formuliert provokante Kapitelüberschriften wie „Nur Menschen denken logisch“, „Nur Menschen haben eine Sprache“ oder „Nur Menschen helfen einander“ – um diese Behauptungen dann zu widerlegen. Meist beginnen die Kapitel mit einem szenischen Einstieg („Stellen Sie sich vor …“); im Anschluss daran befasst sich Bräuer mit zahlreichen Studien aus der Verhaltensforschung.

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2 Comments

  1. Nur Menschen haben Sprache ist typisch religiotischer Humbug, die kognitivren Fähigkeit des Gehirns legen die täglichen Anforderungen fest

    Das Hominide Erbgut enthält 23.000 Gene, 4.000 weniger als Unkraut und 4.000 mehr als ein Fadenwurm. In 50.000 Jahren ändern sich 1.800 Genome bezüglich Lebenszeit, Fortpflanzung, Nahrung, Krankheit und Funktion der Nervenzellen. Die Epigenetik überträgt Umwelteinflüsse während der Keimzellenbildung ins Erbgut. Eine Zelle von 1/100 mm faltet die DNA von fast 2 m Länge und hält sie laufend für Kopien erreichbar. Die Mutationshäufigkeit der Arten unterscheidet sich und bildet eine genetische Uhr mit der Zeit der Abspaltung. Von den 20 Hominiden Arten überlebt nur der Homo-Sapiens-Sapiens, Gut 1.500 Menschen tragen noch ein Y-Chromosomen einer unbekannten Homo Art aus Kamerun in sich, das 340.000 Jahre vererbt wird.

    Seit der Erfindung des Ackerbaus variiert die humanoide DNA immer schneller, viele Reize führen zur schnellen Differenzierung. Der Australopithecus sediba ernährt sich noch wie die Schimpansen von Baumrinde, Nüssen und Früchten. Die Frühmenschen konnten noch keine Milchlaktose verdauen, namibische Buschmänner vertragen kaum Kohlehydrate usw.

    Hominide und eng verwandte Primaten leben seit Mill. Jahre in sozialen Clans mit Strukturen für Reproduktion, Macht, Ethik, Technik, Kultur und Territorium. Vor 500.000 Jahren entsteht durch Veränderungen im Kehlkopf die Fähigkeit Lautfolgen zu bilden, in 400.000 Jahren entwickelt sich Sprache aus einfachster Lautsymbolik. Es folgen Wanderhackbau, Siedlungen, Ackerbau, Eigentum, Grabkult, Zeichensymbolik und Schrift. Die genetischen Unterschiede zwischen Negroiden, Weißen und Asiaten sind geklärt, Nicht-Negroide spalten sich vor 100.000 Jahren ab. Der Vorfahr der Europäer und Ostasiaten verlässt vor 70.000 Jahren erneut Afrika, erreicht vor 50.000 Jahren Australien und besiedelt vor 35.000 Jahren Nord-Amerika unter Nutzung der Behringstraße, das Klima hat eine Landbrücke ähnlich dem trockenen Aralsee geschaffen.

    Die Evolution erweitert die Gehirne der Hominiden durch immer neue Strukturen, 100 Milliarden Nervenzellen bewerten Informationen von 2,5 Mill. Neuronen als digitalen Wert der Botenstoffe. Jede Nervenzelle ist mit bis zu 10.000 anderen Zellen verknüpft, was unseren Kreislauf bei leichter Arbeit zu 60% belastet.

    Erste Verknüpfungen der Gehirnzellen legt die DNA fest, mit Lernprozessen wandelt und erweitert sich das Gehirn fortlaufend. Beim Ausfall durch Schäden übernehmen andere Bereichen die Aufgaben, was mit Stimmungen und grundlosen Aggression einher geht. Wildtiere in menschlicher Obhut aufgewachsen sind unfähig in der Wildnis zu überleben ähnlich den „Brainwash“ indoktrinierte Religioten, die unfähig sind Entscheidungen in geistiger Freiheit ohne dominierenden Gotteshumbug zu treffen.

    In Gruppen jagende Raubtiere wie Löwen, Wölfe, Wildhunde sind z.B. unfähig die komplexe Jagdtechnik zu lernen, gefangene Orang-Utans brauchen 3 Jahren Training um in der Wildnis zu überleben, auch klettern müssen sie erst lernen. Die natürlichen Instinkte derart abhängiger Tiere sind total verkümmert.

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