Evangelikale Christen: Kämpfer für Gott und gegen das schwule Europa


Ein orthodoxer Christ steht vor einem Gebäude im ukrainischen Donezk, das als Zentrale der prorussischen Separatisten dient. | © Brendan Hoffman/Getty Images
Der Krieg zwischen Separatisten und ukrainischem Militär hält an. In den putintreuen Bataillonen kämpfen auch evangelikale Christen – gegen den „schwulen Westen“.


Von Wolfgang Thielmann|ZEIT ONLINE

Hermann Hartfeld will den Namen des Mannes nicht sagen. Er war sein Student, als Hartfeld Anfang der Neunzigerjahre in Moskau am Seminar der Baptisten Theologie lehrte. Im Dezember traf Hartfeld, der russlanddeutsche Pastor, ihn im Donbass wieder, wo jetzt das Minsker Abkommen auf Messers Schneide steht. Da kämpfte sein früherer Student bei den prorussischen Separatisten. Eine Woche lang waren sie zusammen. Hartfelds Student sagte, dass er nicht bloß gegen die ukrainische Armee zu Felde zieht und für sein Vaterland, sondern für Gott und gegen das schwule, dekadente Europa. Er nannte es „Gayropa“.

Im Januar erhielt Hermann Hartfeld dann die Nachricht, dass sein früherer Student tot ist. Gefallen. Im Morgengrauen geriet er mit seinem Spähtrupp unter Granatbeschuss. Eine Granate traf ihn. 20 Kilometer vor Mariupol am Asowschen Meer wurde verscharrt, was von ihm übrig war. Der Vater dreier Kinder wurde 32 Jahre alt. Gefallen im Kampf zwischen Ansprüchen auf Macht und auf Wahrheit, in einer religiös überhöhten Schlacht um das Gute und das Richtige und das eindeutige Wort Gottes. Der baptistische Kämpfer fiel an einer Front, die den Kontinent zu spalten beginnt – politisch, religiös und auch im Alltag. Eine Grenze, die Hass wachsen lässt zwischen Völkern, Kirchen und Christen.

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2 Comments

  1. Heuite kämpfen die Evangelikalen gegen das schwule Europa

    Vor 70 Jahren kämpften die Katholen gegen die Schwulen Serben, Roma, Juden und Sonstigen
    Es werden 800.000 Serben, Roma und Juden ermordet, in speziellen KZs der RKK über 20.000 Kinder. Priester Jozef Tiso, Chef der slowakischen NAZIs 1939-45, schickt ca. 70.000 Juden in die KZ-Todeslager. Das Gemetzel wird Italiens Faschisten zuviel, Conrado Soli rügt die RKK Priester und Mönche:“Sie schlachten, töten, begraben lebendige Menschen in Gräbern, stürzen Tote in Flüsse und Meere oder werfen sie in Schluchten“. Der Franziskaner Srecko Peric schwurbelt: „Kroatische Brüder, geht und schlachtet alle Serben ab. Wenn ihr damit fertig seid, kommt in die Kirche, damit kann ich euch die Beichte abnehmen und eure Sünden vergebe“. Papst Pius XII fordert durch Kardinal Alojzije Viktor Stepinac unter Präsident Pavelic die „Endlösung“ von Serben, Roma und Juden auszuführen, im Genozid seiner RKK Mörder ist für Papst Pius XII das „Wirken der göttlichen Hand“ erkennbar. Die RKK Mörder zerstören 299 Kirchen, ermorden 128 orthodoxe Priester und berauben Hunderte Gemeinden.

    Das Christentum ist der gleich asoziale Dreck aus der Vorzeit wie der Islam und schafft immer wieder neue Mörder und Totschläger als Gutmenschen

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