Religion im Job: Der Gebetsraum gehört Christen wie Muslimen


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Glaubensfragen haben bei der Arbeit nichts verloren. Dennoch nehmen viele Firmen Rücksicht auf die Religion der Mitarbeiter. Das ist gut für die Stimmung und Vielfalt.


Von Ingrid Weidner|ZEIT ONLINE

In das Ingolstädter Liebfrauenmünster strömten Mitte Dezember viele Mitarbeiter von Audi mit ihren Familien und Freunden, denn ihre mexikanischen Kollegen gestalteten den Gottesdienst zu deren Nationalfeiertag Día de la Virgen de Guadalupe am 12. Dezember. Für die rund 600 mexikanischen Audi-Mitarbeiter war es eine gute Gelegenheit, ihren Kollegen ein Stück der eigenen Kultur näherzubringen. Und ein Stück ihres Glaubens.

In unserer säkularen Arbeitswelt bleiben Religion und Kultur meistens außen vor. Zwar garantiert das Grundgesetz allen Bürgern Glaubens- und Gewissensfreiheit und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schützt vor Diskriminierung in der Arbeitswelt aufgrund der religiösen Weltanschauung. Der Glaube gilt indes als Privatsache. Trotzdem gibt es Arbeitnehmer, die sich auch am Arbeitsplatz Platz für ihren Glauben wünschen. Seien es Pausen, die zum Gebet genutzt werden dürfen, oder religiöse Symbole, die aufgehängt oder getragen werden dürfen. Immer wieder sind solche Fragen auch Thema vor den Arbeitsgerichten.

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