Chef der Vatikangendarmerie: Sicherheitsverstärkungen wegen IS


Gendarm in Sommeruniform, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Der Kommandant der vatikanischen Gendarmerie, Domenico Giani, hat sich in einem Interview mit dem italienischen Sicherheits-Magazin „Polizia Moderna“ zum Schutz des Papstes und des Vatikan vor Terroristen geäußert. Der Papst wisse um die „ernste Bedrohung“. Er wolle jedoch „keinesfalls auf den direkten Kontakt mit den Menschen verzichten“, so Giani. Franziskus und der Petersdom gelten als besonders gefährdete Ziele für mögliche Anschläge der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Italien.


kathweb

Die Sicherheitsvorkehrungen seien bereits erhöht worden und um den Vatikan seien „Tausende Überwachungskameras“ installiert worden, so Giani. In einer italienischsprachigen IS-Broschüre, die im Internet kursiert, heißt es unter anderem, die Terrororganisation werde bald „Rom erobern, wie es Mohammed prophezeit hat“.

„Wir haben derzeit keine Erkenntnisse, dass es Pläne zu einem Angriff auf den Vatikan oder den Heiligen Vater gibt“, so der Kommandant in „Polizia Moderna“. „Die Drohung besteht zwar“, das wisse er aus Gesprächen mit italienischen und ausländischen Kollegen, „aber das Vorliegen einer Bedrohung ist das eine, die Planung eines Angriffs ist etwas ganz anderes“.

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