Ersetzt die Kirchensteuer durch eine Religionssteuer – Post eines Ahnungslosen


Bild: tilly
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Unser Kirchensteuermodell war rechtlich schon immer fragwürdig. Zeit, daran etwas zu ändern. Wer einen deutschen Islam will, muss dafür auch deutsches Geld ausgeben.


Von Jochen Bittner|ZEIT ONLINE

Einen Islam, der rein faktisch zu Deutschland gehört, gibt es gratis. Entsprechend armselig ist bloß oft die Qualität der Lehre. Wer es zulässt, dass der saudische oder türkische Staat Imame in Deutschland finanziert, die weder Deutsch sprechen noch kritisch-aufgeklärt denken, darf sich nicht wundern, wenn die Glaubenspraxis vieler Muslime mit einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung weiterhin schwer vereinbar bleibt. Ein anderer Islam, einer, der auch normativ zu Deutschland gehörte, würde eine paar Euros kosten. Aber es wäre eine lohnende Investition.

Wie wichtig der Zusammenhang zwischen Geld und zeitgemäßer Religionsinterpretation ist, zeigt sich am Streit um das neue österreichische Islamgesetz. Es sieht eine Menge Rechte für Muslime vor (die staatliche Beachtung islamischer Feiertage und Speisegebote, Anspruch auf Seelsorge in Krankenhäusern oder beim Militär), aber auch eine Reihe von Pflichten und Einschränkungen. Die einschneidendste von ihnen ist das Verbot für islamische Gemeinschaften, künftig Geld aus dem Ausland anzunehmen. Diese Restriktion hat gute Gründe, wie Ednan Aslan hier vor ein paar Tagen darlegte, der Leiter der Islamischen Religionspädagogik und des Instituts für Islamische Studien an der Universität Wien: „Der in Österreich praktizierte Islam ist ein Islam türkischer, arabischer, pakistanischer oder tschetschenischer Prägung, nicht aber einer, der Elemente der Aufklärung auch nur ansatzweise aufgenommen hätte.“

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1 Comment

  1. Das ist dümmliche Wortkosmetik im Sinne der RKK. Dort sind Exorzisten neuerdings „Beauftragte im Befreiungsdienst“, Kinderficker der RKK sind jetzt „Beauftragte im Beglückungsdienst“.

    Es gibt nur 2 Lösungen, irgendwie weiterzahlen oder den Geldhahn zudrehen

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