Karl Lagerfeld gegen Tierschützer: Das bisschen Pelz, no?


Karl Lagerfeld in Cannes, 2007, Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0
Karl Lagerfeld hat sich offiziell noch nie etwas sagen lassen, schon gar nicht, wenn es um Mode geht. In einem Interview erklärt er seine Liebe zu Pelz – und warum er im Sommer sogar eine Pelz-Sonderkollektion entwerfen wird.


SpON

Seit 50 Jahren ist Karl Lagerfeld der kreative Kopf hinter Fendi, dem italienischen Luxus-Label für Accessoires. In Zeiten, in denen echte Pelzjacken sich den Farbbeuteln gebeugt haben und kaum noch im Alltag zu sehen sind, wagt sich der Modezar bei den kommenden Schauen in Paris für Fendi mit einer „Haute Fourrure“ vor – einer maßgeschneiderten Kollektion mit Pelz.

Pelz in Zeiten organischer Jutebeutel – so großspurig ist nur Lagerfeld. Kritik lässt den Designer vollkommen kalt. „So lange die Menschen Fleisch essen und Leder tragen, verstehe ich die Botschaft einfach nicht“, sagte er der „New York Times“. Es sei sehr einfach zu sagen, dass man gegen Pelz sei. Aber dahinter stecke ja eine ganze Industrie. Kein Pelz hieße auch: keine Arbeitsplätze.

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4 Comments

  1. K. Lagerfeld nutzt sein Status, läßt sich von niemendem beeinflussen, mit seinen Ideen, seinen Designs verzaubert er die Modewelt. Wer mit Fendi zusammen arbeitet, sollte keinesfalls von Pelz Abstand nehmen. Auf seine Kreationen bin ich gespannt.

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  2. So schlimm die gesamte Situation ist, der Karl Lagerfeld hat nicht ganz Unrecht. Was mit Tieren alles geschieht ist unsagbar. Egal ob sie gequält, fabrikmäßig getötet, abgeknall, ihre Haut zu Sofas, Schuhen oder Handtäschchen verarbeitet werden, immer sind sie ihrer Mitkreatur, dem Menschen, ausgeliefert. Bei Tieren die als Nahrung dienen erscheint es ja noch sinnvoll, wenn die Nebenprodukte wie Leder etc. verwendet werden. Aber nur um schicke Klamotten zu haben Tiere auf grausamste Weise umzubringen ? Nein! Ob die Menschen je verstehen werden, dass auch sie nur ein ganz kleiner Teil der Natur sind? Wahrscheinlich erst, wenn es für alles zu spät ist. Wie sagte schon Christian Morgenstern: „Wehe dem Menschen, wenn nur ein einziges Tier im Weltgericht sitzt.“ Vielleicht wird ja auch die Evolution einmal dieses „Weltgericht“ sein ?

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    1. Gerade weil das übliche BRD-Fernsehprogramm so unerträglich miserabel ist, freuen mich wenige Tiersendungen besonders. Manche kann ich nicht ansehen, es wird mir schlecht wenn ich sehe wie viele Menschen wehrlose Tiere behandeln – wehrlos im Sinne von Vertrauen zu Menschen haben und enttäuscht werden.

      Wir leben in einer sehr engen Gemeinschaft mit einem Hund 2002 aus dem Tierheim befreit, der hier uneingeschränte Rechte als freie Person genießt. Er dankt es uns immer wieder mit rührenden liebevollen Gesten. Allein der Gedanke die kleine Süße mit nunmehr 13 Jahren bei beginnender Demenz bald einschläfern zu müssen, der treibt mir die Tränen in die Augen

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