Norwegen: Euphemistische Betrugserklärung der Kirche


Bild: tilly
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Der Skandal um unrechtmäßig registrierte Katholiken in der Diözese Oslo hat die katholische Kirche Skandinaviens in ein schlechtes Licht gerückt. Kein Betrug – sondern die Folge ungenügender Praktiken, die alle Religionsgemeinschaften beträfen, sagen die Spitzen der Nordischen Bischofskonferenz.


Von Alexander Brüggemann|kath.net

Im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) erläutern der Vorsitzende, Bischof Anders Arborelius (65) von Stockholm, die Generalsekretärin Schwester Anna Mirijam Kaschner (40) und der Bischof der norwegischen Prälatur Tromsö, Berislav Grgic (55), warum nun auch der Staat gefragt ist.

KNA: Bischof Arborelius, seit Jahren wächst die katholische Kirche in Skandinavien, vor allem durch Immigranten. Nun hat der Fall Oslo Schlagzeilen gemacht. Wie kam es dazu?

Arborelius: Unsere größte Schwierigkeit ist, die Katholiken überhaupt zu finden. Es kommen viele Menschen aus aller Welt, sehr viele Flüchtlinge. Von den Behörden erfahren wir nicht, wer katholisch ist. Wir versuchen, mit Ihnen in Kontakt zu kommen, denn die ersten Monate sind entscheidend. Für uns ist es lebenswichtig, unsere Glaubensgenossen zu finden – sonst können wir sie nicht pastoral betreuen und ihnen helfen. Dabei können leider solche Dinge geschehen. Als Bischof Bernt Eidsvig aus Österreich nach Oslo zurückkam, wurde er übrigens in der lutherischen Kirche registriert. So was passiert bei uns häufig. Es ist sehr schwierig, die Menschen zu finden – und da hat man in Oslo wohl etwas versucht, das nicht gut war.

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3 Comments

  1. So eine doofe Ausrede wie diese von dem Bischof Arborelius hört man selten. Für wie dumm hält der eigentlich seine Mitmenschen ? Dann gibt er auch noch zu, dass sein Verein unfähig ist die Leute ihrer eigenen Religion zuzuordnen. Es wird wohl eher so sein, dass er erst mal alle Zweifelsfälle seiner katholischen Kirche einverleiben möchte. Was die pastorale Betreuung und Hilfe betrifft, da darf man sowieso skeptisch sein. Nehmen ist bei denen schon immer viel beliebter als geben.

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